If-Sätze Typ 1 und Typ 2
Bedingungssätze sagen, was passiert, wenn etwas eintritt. In dieser Lektion lernst du den Unterschied zwischen der realen Bedingung (Typ 1) und der unwahrscheinlichen Bedingung (Typ 2) – und die wichtigste Regel überhaupt: Nach „if“ steht kein „would“.
- Fach: Englisch
- Klasse 8
- Thema: Grammatik
- Dauer: 15 Min
- Niveau: Mittel
Zwei Satzteile, eine Bedingung
Ein If-Satz besteht immer aus zwei Teilen: der Bedingung (dem if-Teil) und der Folge (dem Hauptsatz). „If it rains, we will stay at home.“ Die Bedingung ist das Regnen, die Folge das Zuhausebleiben. Welcher Teil vorn steht, ist dir überlassen – beginnt der Satz mit dem if-Teil, steht dazwischen ein Komma, steht der Hauptsatz vorn, entfällt es: „We will stay at home if it rains.“
Entscheidend ist nicht die Reihenfolge, sondern die Zeitform in jedem Teil. Und hier gibt es eine Regel, die fast alle Fehler verhindert: Im if-Teil steht niemals „will“ und niemals „would“. Diese Wörter gehören in den Hauptsatz, nie in die Bedingung. „If I would have time“ ist falsch, richtig ist „If I had time“. Das lohnt sich, als feste Formel zu merken: Nach if kein would.
Warum zwei Typen? Weil es einen Unterschied macht, ob du etwas für möglich hältst oder nur darüber nachdenkst. Typ 1 beschreibt eine reale Möglichkeit: Es kann wirklich regnen. Typ 2 beschreibt eine unwahrscheinliche oder gedachte Situation: „If I won the lottery …“ – du rechnest nicht damit. Im Deutschen erkennst du Typ 2 am Konjunktiv: würde, hätte, wäre.
Typ 1 und Typ 2 gegenübergestellt
Die Form ist bei beiden Typen streng festgelegt. Typ 1: if + Simple Present, Hauptsatz mit will + Grundform. Typ 2: if + Simple Past, Hauptsatz mit would + Grundform. In beiden Fällen gilt: Das Modalverb steht ausschließlich im Hauptsatz.
Eine Besonderheit bei Typ 2: Bei „be“ nutzt man im gehobenen Englisch „were“ für alle Personen, also „If I were you, I would apologise“. „If I was you“ hört man umgangssprachlich, in der Schule schreibst du besser „were“.
Typ 1 – real möglich
Die Bedingung kann tatsächlich eintreten. Du rechnest mit der Folge.
Beispiele
- If it rains, we will stay at home.
- She will pass the test if she studies.
- If you don't hurry, you will miss the bus.
Signalwörter
- if + Simple Present
- Hauptsatz: will + Grundform
- Gegenwart oder Zukunft gemeint
- deutsch: wenn … dann wird
- kein Konjunktiv im Deutschen
Typ 2 – unwahrscheinlich oder gedacht
Die Bedingung ist unrealistisch, erfunden oder sehr unwahrscheinlich. Du stellst sie sich nur vor.
Beispiele
- If I won the lottery, I would buy a house.
- If I were you, I would apologise.
- She would travel more if she had more time.
Signalwörter
- if + Simple Past
- Hauptsatz: would + Grundform
- „If I were …“ statt was
- deutsch: würde, hätte, wäre
- Gedankenspiel, kein echter Plan
Vom Gedanken zum fertigen Satz
Bilde einen If-Satz: Du hast kein Geld, träumst aber von einer Weltreise.
Gegeben:
- Bedingung: I have a lot of money (unrealistisch)
- Folge: I travel around the world
Gesucht:
Der korrekte If-SatzLösung:
- Die Bedingung ist unwahrscheinlich – also Typ 2.
- If-Teil in Simple Past: If I had a lot of money. Kein would im if-Teil.
- Hauptsatz mit would + Grundform: I would travel around the world.
If I had a lot of money, I would travel around the world.
Jetzt bist du dran
Welcher Satz ist ein korrekter If-Satz vom Typ 1?
Noch nicht. Typ 1 heißt: if + Simple Present, Hauptsatz mit will. Im if-Teil darf nie will stehen, deshalb ist die erste Antwort falsch.
Das Wichtigste in Kürze
- Typ 1: if + Simple Present, Hauptsatz mit will + Grundform – reale Möglichkeit.
- Typ 2: if + Simple Past, Hauptsatz mit would + Grundform – unwahrscheinlich oder gedacht.
- Nach „if“ steht nie will und nie would. Das ist der häufigste Fehler.
- Bei „be“ in Typ 2 schreibst du „If I were …“.
- Steht der if-Teil vorn, kommt ein Komma dazwischen, sonst nicht.
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Das solltest du vorher können
- Simple Past bilden
- Will-futurein Arbeit