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Relativsätze: who, which, that

Relativsätze hängen Zusatzinformationen an ein Nomen an, ohne dass du einen neuen Satz beginnen musst. In dieser Lektion lernst du, wann who, which und that stehen, warum manche Relativsätze ein Komma brauchen und andere nicht – und wann du das Relativpronomen sogar weglassen darfst.

  • Fach: Englisch
  • Klasse 9
  • Thema: Grammatik
  • Dauer: 15 Min
  • Niveau: Mittel
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Wozu Relativsätze gut sind

Statt „I have a friend. He lives in Canada.“ sagst du besser „I have a friend who lives in Canada.“ Der Relativsatz bindet die zweite Information an das Nomen, auf das sie sich bezieht. Dadurch wirkt dein Text flüssiger und erwachsener – in Klassenarbeiten ist das einer der schnellsten Wege zu einer besseren Sprachnote.

Welches Relativpronomen du nimmst, hängt davon ab, worauf es sich bezieht. „who“ steht für Personen, „which“ für Dinge und Tiere, „whose“ für Besitz („the girl whose bike was stolen“), und „that“ kann Personen und Dinge ersetzen – allerdings nur in einer bestimmten Art von Relativsatz. Für Orte gibt es „where“, für Zeiten „when“.

Ein typischer Fehler kommt aus dem Deutschen: Dort heißt es „der Junge, der …“, und viele schreiben deshalb „the boy which …“. Merke dir die Trennung stur: Menschen bekommen who, Sachen bekommen which. Der zweite typische Fehler ist das doppelte Subjekt: „The man who he lives next door“ – das „he“ muss weg, weil „who“ schon das Subjekt des Relativsatzes ist.

Im gesprochenen Englisch und in defining relative clauses lässt man das Relativpronomen oft weg, wenn es das Objekt des Relativsatzes ist. „The film that we watched was scary“ wird zu „The film we watched was scary.“ Den Test machst du so: Folgt direkt nach dem Pronomen ein neues Subjekt wie we, I oder my friend, darfst du es streichen. Folgt dagegen gleich das Verb, wie in „the girl who won the race“, ist who das Subjekt und muss stehen bleiben.

Ein Tipp für Klassenarbeiten: Wenn du zwei Sätze verbinden sollst, suchst du zuerst das Wort, das in beiden Sätzen dieselbe Person oder Sache meint. Im zweiten Satz ersetzt du es durch das passende Relativpronomen und stellst den Relativsatz direkt hinter das Bezugswort. Achte darauf, dass im Relativsatz kein Pronomen wie he, it oder them übrig bleibt, denn das wäre doppelt. Bei Namen und eindeutigen Begriffen setzt du Kommas und benutzt nie that.

Die wichtigsten Relativpronomen und wofür sie stehen.
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Defining oder non-defining relative clause?

Englisch unterscheidet zwei Arten von Relativsätzen, und das Komma ist dabei kein Geschmacksfragen, sondern verändert die Bedeutung. Der defining relative clause (notwendiger Relativsatz) sagt, welche Person oder Sache gemeint ist. Ohne ihn wüsste man es nicht – deshalb steht kein Komma.

Der non-defining relative clause (nicht notwendiger Relativsatz) liefert nur eine Zusatzinfo. Man könnte ihn streichen, und der Satz bliebe verständlich – deshalb steht er zwischen Kommas. Vergleiche: „My brother who lives in Rome is a teacher“ heißt, du hast mehrere Brüder. „My brother, who lives in Rome, is a teacher“ heißt, du hast genau einen.

Ein Zusatzhinweis zu Präpositionen: Im Alltag stehen sie meist am Ende des Relativsatzes – „the girl I talked to“. In sehr förmlichen Texten rücken sie vor das Pronomen, dann heißt es whom oder which: „the girl to whom I talked“. In der Schule sind beide Varianten richtig.

Defining (notwendig, ohne Komma)

Der Relativsatz bestimmt, wer oder was gemeint ist. Streicht man ihn, fehlt eine wichtige Information.

Beispiele

  • The student who sits next to me is new.
  • The book that I borrowed was boring.
  • I like people who tell the truth.

Signalwörter

  • kein Komma
  • „that“ ist erlaubt
  • Pronomen darf entfallen, wenn es Objekt ist: the book I borrowed
  • beantwortet die Frage „welcher genau?“
  • oft nach the, a, all, every

Non-defining (Zusatzinfo, mit Komma)

Wer oder was gemeint ist, steht schon fest. Der Relativsatz ergänzt nur noch etwas.

Beispiele

  • My uncle, who lives in Leeds, is a pilot.
  • London, which is very expensive, attracts many tourists.
  • Emma, whose father is a doctor, wants to study medicine.

Signalwörter

  • Kommas auf beiden Seiten
  • „that“ ist verboten, nur who/which/whose
  • Pronomen darf nie entfallen
  • oft nach Namen und eindeutigen Begriffen
  • Satz bleibt ohne den Einschub sinnvoll
SatzTypBedeutung
My brother who lives in Rome is a teacher.definingIch habe mehrere Brüder.
My brother, who lives in Rome, is a teacher.non-definingIch habe genau einen Bruder.
The book that I read was good.definingbestimmt, welches Buch gemeint ist
London, which is expensive, attracts tourists.non-definingLondon ist schon eindeutig
Relativsätze mit und ohne Komma im Vergleich
Ohne Komma bestimmt der Relativsatz, wer gemeint ist – mit Komma liefert er nur eine Zusatzinfo.
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Zwei Sätze zu einem verbinden

Verbinde: I met a girl. Her brother plays in my team.

Gegeben:

  • Hauptsatz: I met a girl.
  • Zusatz: Her brother plays in my team.

Gesucht:

Ein Satz mit Relativsatz

Lösung:

  1. Das Bezugswort ist „a girl“ – eine Person, also who, whom oder whose.
  2. „Her brother“ drückt Besitz aus, deshalb whose.
  3. „a girl“ ist nicht eindeutig, der Relativsatz bestimmt sie mit – also defining, kein Komma.

I met a girl whose brother plays in my team.

Schritt für Schritt zwei Sätze mit einem Relativsatz verbinden.
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Typische Fehler und Tipps für die Klassenarbeit

Der häufigste Fehler ist die Verwechslung von who und which, meist bei Tieren mit Namen: Ein Haustier mit eigenem Namen bekommt oft who, ein Tier ohne persönlichen Bezug which. In der Schule reicht die einfache Regel: Personen who, alles andere which oder that.

Ein zweiter Fehler ist ein Komma, wo keins hingehört, oder ein fehlendes Komma bei einer echten Zusatzinformation. Frag dich immer: Würde der Satz ohne den Relativsatz noch eindeutig sein? Wenn ja, gehören Kommas hin, wenn nein, bleiben sie weg.

Ein dritter Fehler ist that in einem non-defining relative clause: „Paris, that is in France, …“ ist falsch. Nach einem Komma darf niemals that stehen, nur who, which oder whose.

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Jetzt bist du dran

Aufgabe 1 von 3

Welcher Satz ist richtig?

Welcher Satz ist richtig?
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Das Wichtigste in Kürze

  • who für Personen, which für Dinge und Tiere, whose für Besitz, where für Orte.
  • Defining relative clause: kein Komma, „that“ erlaubt, Objektpronomen darf entfallen.
  • Non-defining relative clause: Kommas auf beiden Seiten, „that“ verboten, Pronomen muss stehen.
  • Das Komma verändert die Bedeutung, es ist keine freie Entscheidung.
  • Häufiger Fehler: doppeltes Subjekt wie „the man who he lives here“ – das he muss weg.

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Häufige Fragen zu Relativsätze: who, which, that

Wann benutzt man who, which und that?
who steht für Personen: „the teacher who helped me“. which steht für Dinge und Tiere: „the phone which I bought“. that kann Personen und Dinge ersetzen, aber nur in notwendigen Relativsätzen ohne Komma: „the book that I read“. In Relativsätzen mit Kommas ist that verboten, dort nimmst du who oder which. whose zeigt Besitz an und passt zu Personen wie Dingen.
Wann darf man das Relativpronomen weglassen?
Du darfst who, which oder that weglassen, wenn es das Objekt eines notwendigen Relativsatzes ist. Das erkennst du daran, dass direkt danach ein anderes Subjekt folgt: „the cake (that) my mum made“. Ist das Pronomen selbst das Subjekt, wie in „the boy who lives here“, muss es stehen bleiben. In Relativsätzen mit Kommas darf es nie wegfallen.
Wann setzt man im Englischen ein Komma vor who oder which?
Ein Komma setzt du nur bei nicht notwendigen Relativsätzen, die eine Zusatzinformation liefern: „My mother, who is a nurse, works at night.“ Dass es deine Mutter ist, steht schon fest. Bei notwendigen Relativsätzen, die erst sagen, wer gemeint ist, fehlt das Komma: „The woman who is a nurse lives next door.“ Anders als im Deutschen steht also nicht vor jedem Relativsatz ein Komma.
Was ist der Unterschied zwischen defining und non-defining relative clauses?
Ein defining relative clause ist notwendig, weil er bestimmt, welche Person oder Sache gemeint ist. Er steht ohne Komma, und that ist erlaubt. Ein non-defining relative clause liefert nur eine zusätzliche Information über etwas, das schon eindeutig ist, zum Beispiel einen Namen. Er steht zwischen Kommas, that ist verboten, und das Pronomen darf nicht wegfallen.
Wann benutzt man whose?
whose zeigt Besitz oder Zugehörigkeit an und entspricht dem deutschen „dessen“ oder „deren“. Direkt nach whose folgt immer ein Nomen: „the boy whose dog is lost“, „the house whose roof is red“. whose passt also zu Personen und zu Dingen. Verwechsle es nicht mit who's, der Kurzform von who is oder who has: „Who's coming?“
Was ist der Unterschied zwischen where und in which?
where ersetzt eine Ortsangabe im Relativsatz: „the town where I was born“. Formeller und seltener ist die Form mit Präposition und which: „the town in which I was born“. Beide Sätze bedeuten dasselbe, in der Schule reicht where völlig aus. where darf nur bei echten Orten stehen, nicht bei übertragenen Bedeutungen wie „die Situation, in der …“.
Kann man einen Relativsatz auch mit einer Präposition am Ende bilden?
Ja, das ist im Englischen sogar die übliche, alltagssprachliche Form: „the friend I talked to“, „the topic we're interested in“. Die förmlichere Variante zieht die Präposition vor das Pronomen und ersetzt es dann durch whom oder which: „the friend to whom I talked“. In deutschen Klassenarbeiten sind beide Formen richtig, gebräuchlicher ist die Präposition am Satzende.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

  • Satzbau im Englischenin Arbeit
  • Personalpronomen und Possessivbegleiterin Arbeit