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Die Steinzeit

Die Steinzeit ist der längste Abschnitt der Menschheitsgeschichte. In dieser Lektion lernst du, wie Menschen als Jäger und Sammler lebten, warum sie irgendwann sesshaft wurden und was sich durch Ackerbau und Viehzucht für sie veränderte.

  • Fach: Geschichte
  • Klasse 5
  • Thema: Urgeschichte
  • Dauer: 15 Min
  • Niveau: Einfach
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Warum die Steinzeit so heißt

Den Namen hat dieser Zeitabschnitt von dem Material, aus dem die wichtigsten Werkzeuge gemacht wurden: Stein. Besonders gut eignete sich Feuerstein, weil er beim Schlagen scharfe Kanten bekommt. Damit konnten Menschen schneiden, schaben und Speerspitzen herstellen. Holz, Knochen, Horn und Fell wurden genauso genutzt, sind aber im Boden fast immer verrottet. Archäologen finden deshalb vor allem Steingeräte – und der Name täuscht uns ein wenig darüber hinweg, wie vielseitig die Menschen damals arbeiteten.

In der älteren Steinzeit, der Altsteinzeit, lebten die Menschen als Jäger und Sammler. Sie zogen in kleinen Gruppen dorthin, wo es Nahrung gab: hinter den Tierherden her, zu Flüssen mit Fischen, zu Stellen mit Beeren, Wurzeln und Nüssen. Feste Häuser hätten bei dieser Lebensweise nichts genützt. Man schützte sich in Zelten aus Fellen, unter Felsdächern oder in Höhlen – gewohnt hat fast niemand dauerhaft tief in einer Höhle, dort war es dunkel und kalt.

Entscheidend war das Feuer. Es gab Wärme und Licht, hielt Raubtiere fern und machte Fleisch und harte Pflanzen verdaulich. Wer Nahrung kochen kann, nimmt mehr Energie aus ihr auf und wird seltener krank. Ebenso wichtig war die Sprache: Eine Jagd auf ein großes Tier funktioniert nur, wenn sich mehrere Menschen absprechen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand Wissen, das weitergegeben wurde – über Jahrtausende hinweg, ganz ohne Schrift.

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Altsteinzeit und Jungsteinzeit

Die Steinzeit wird in zwei große Abschnitte geteilt. Der Unterschied liegt nicht nur im Alter, sondern darin, wie die Menschen ihre Nahrung bekamen: Die Altsteinzeit ist die Zeit der Jäger und Sammler, die Jungsteinzeit die Zeit der Bauern. Der Übergang begann im Vorderen Orient vor rund 12.000 Jahren, in Mitteleuropa etwa vor 7.500 Jahren. Solche Zahlen sind Orientierungspunkte, keine festen Stichtage – der Wandel dauerte viele Generationen.

Wenn du in einem Text oder Bild nach Hinweisen suchst, achte auf die Nahrung und die Wohnform: Herde, Speer und Zelt sprechen für die Altsteinzeit, Feld, Vorratsgefäß und Dorf für die Jungsteinzeit.

Altsteinzeit

Die Menschen suchen ihre Nahrung in der Natur. Sie jagen, fischen und sammeln und müssen der Nahrung hinterherziehen.

Beispiele

  • Eine Gruppe folgt einer Rentierherde über Hunderte Kilometer.
  • Frauen und Kinder sammeln Beeren, Nüsse, Wurzeln und Pilze.
  • Aus Feuerstein wird eine Speerspitze geschlagen.

Signalwörter

  • Jäger und Sammler
  • nicht sesshaft
  • Fellzelt
  • Speer
  • Höhlenmalerei

Jungsteinzeit

Die Menschen erzeugen ihre Nahrung selbst: Sie säen Getreide und halten Tiere. Dafür bleiben sie an einem Ort.

Beispiele

  • Ein Dorf baut Getreide auf gerodeten Feldern an.
  • Schafe, Ziegen und Rinder werden gehalten und gemolken.
  • Getreide wird in Tongefäßen eingelagert.

Signalwörter

  • sesshaft
  • Ackerbau
  • Viehzucht
  • Dorf
  • Tongefäß
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Ursache – Verlauf – Folge: der Weg zum Dorf

Erkläre, warum Menschen sesshaft wurden, und ordne das nach Ursache, Verlauf und Folge. Nach diesem Muster sollst du jede historische Veränderung aufschlüsseln.

Gegeben:

  • Nach dem Ende der letzten Eiszeit wird das Klima wärmer und feuchter.
  • In einigen Gebieten wachsen wilde Getreidearten in großer Menge.

Gesucht:

Warum gaben Menschen das Umherziehen auf – und was änderte sich dadurch?

Lösung:

  1. Ursache: Wo viel Getreide wächst, lohnt es sich zu bleiben. Menschen beobachten, dass aus ausgefallenen Körnern neue Pflanzen wachsen, und säen gezielt aus.
  2. Verlauf: Aus gesammelten Pflanzen wird Ackerbau, aus gejagten Tieren werden gehaltene Herden. Wer Felder hat, braucht feste Häuser, Vorratsgefäße und Geräte wie Sichel und Mahlstein.
  3. Folge: Es entstehen Dörfer. Die Ernte reicht für mehr Menschen, also wächst die Bevölkerung. Einzelne können Aufgaben übernehmen, die nichts mit Nahrung zu tun haben, zum Beispiel Töpfern oder Weben.

Die Sesshaftigkeit brachte nicht nur Vorteile. Die Ernährung wurde einseitiger, Krankheiten sprangen von den Haustieren auf Menschen über, und eine schlechte Ernte traf ein Dorf härter als eine Jagdgruppe, die einfach weiterziehen konnte. Weil man nun Vorräte besaß, entstand außerdem Besitz, den man verteidigen musste.

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Jetzt bist du dran!

Aufgabe 1 von 3

Was unterscheidet die Jungsteinzeit am deutlichsten von der Altsteinzeit?

Was unterscheidet die Jungsteinzeit am deutlichsten von der Altsteinzeit?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Steinzeit ist nach dem Werkstoff Stein benannt; Holz, Knochen und Fell sind nur seltener erhalten.
  • Altsteinzeit: Jäger und Sammler ziehen der Nahrung nach. Jungsteinzeit: Bauern erzeugen Nahrung und bleiben.
  • Feuer und Sprache waren die Grundlagen: gekochte Nahrung, Wärme, Schutz und gemeinsame Planung.
  • Ursache Klimawandel, Verlauf Ackerbau und Viehzucht, Folge Dörfer, Vorräte und neue Berufe.
  • Typischer Fehler: „Steinzeitmenschen lebten in Höhlen.“ Sie nutzten Felsdächer und Zelte; dauerhaft tief in Höhlen wohnte kaum jemand.

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Das solltest du vorher können

  • Zeitrechnung: v. Chr. und n. Chr.in Arbeit
  • Was macht Geschichte aus?in Arbeit

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