Das Deutsche Kaiserreich
1871 entstand zum ersten Mal ein deutscher Nationalstaat – das Deutsche Kaiserreich. In dieser Lektion lernst du, wie es gegründet wurde, wie Macht zwischen Kaiser, Kanzler und Reichstag verteilt war und wie sich Politik und Gesellschaft bis zum Ersten Weltkrieg entwickelten.
- Fach: Geschichte
- Klasse 9
- Thema: Moderne
- Dauer: 22 Min
- Niveau: Mittel
Einheit von oben
1848 war der Versuch gescheitert, Deutschland durch ein gewähltes Parlament zu einigen. Wenige Jahrzehnte später gelang die Einigung auf anderem Weg. Der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck setzte auf die Macht des Militärs. In drei Kriegen gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) baute Preußen seine Vorherrschaft in Deutschland aus. Diese Kriege kosteten viele Soldaten das Leben und hinterließen besonders in Frankreich tiefe Verbitterung, die bis zum Ersten Weltkrieg nachwirkte.
Am 18. Januar 1871 wurde der preußische König Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser ausgerufen – ausgerechnet im besetzten Frankreich, wenige Wochen vor Kriegsende. Die Gründung war eine Einigung „von oben“: Nicht das Volk in einer Nationalversammlung, sondern die deutschen Fürsten und freien Städte schlossen sich zusammen und boten Wilhelm die Kaiserkrone an. Das Reich war ein Bundesstaat aus 25 Einzelstaaten unter der Führung Preußens, das allein zwei Drittel der Fläche und Bevölkerung stellte. Österreich gehörte nicht dazu, es war 1866 aus der deutschen Politik gedrängt worden.
Ein typischer Fehler: Das Kaiserreich wird oft vorschnell als Demokratie bezeichnet, weil es Reichstagswahlen gab. Tatsächlich war es eine konstitutionelle Monarchie mit demokratischen Elementen, aber ohne parlamentarische Regierung. Der Reichstag wurde von allen Männern ab 25 Jahren gewählt, in geheimer und gleicher Wahl – das war für die Zeit fortschrittlich. Doch der Kaiser ernannte und entließ den Reichskanzler allein, und dieser war nicht dem Parlament, sondern nur dem Kaiser verantwortlich. Frauen durften nicht wählen, und im wichtigsten Einzelstaat Preußen galt bis 1918 das Dreiklassenwahlrecht, das die Stimmen Wohlhabender stärker gewichtete als die von Arbeitern.
Wer hatte im Kaiserreich die Macht?
Die Reichsverfassung von 1871 verteilte die Macht ungleich. An der Spitze stand der Kaiser als preußischer König: Er hatte den Oberbefehl über Heer und Marine, vertrat das Reich nach außen und ernannte den Reichskanzler. Der Reichskanzler war zugleich der einzige Reichsminister – es gab kein Kabinett aus mehreren, dem Parlament verantwortlichen Ministern wie heute. Er musste dem Kaiser gefallen, nicht der Mehrheit im Reichstag.
Der Bundesrat vertrat die 25 Einzelstaaten und musste Gesetzen ebenfalls zustimmen. Preußen stellte hier so viele Stimmen, dass es Verfassungsänderungen allein blockieren konnte – eine sogenannte Sperrminorität. Der Reichstag schließlich war die einzige direkt vom Volk gewählte Kammer. Er konnte Gesetze und vor allem den Staatshaushalt ablehnen und damit durchaus Druck ausüben, doch er konnte den Kanzler nicht stürzen. Diese Konstruktion nennt man auch „Scheinkonstitutionalismus“: Es gab Verfassung und Parlament, aber die eigentliche Macht blieb bei Kaiser und Militär.
Für die Gesellschaft bedeutete das: Wer wirtschaftlich und politisch mitbestimmen wollte, musste über den Reichstag Druck aufbauen, ohne die Regierung direkt kontrollieren zu können. Das erklärt, warum große gesellschaftliche Gruppen – etwa die organisierte Arbeiterschaft in der Sozialdemokratie – zunehmend nach mehr Mitsprache verlangten, während die Führung des Reiches an der alten Ordnung festhielt.
Die Politik unter Bismarck und unter Wilhelm II.
1888 wurde Wilhelm II. Kaiser, nach dem sogenannten Dreikaiserjahr, in dem zunächst Wilhelm I. starb und sein Sohn Friedrich III. nach nur 99 Tagen Regierungszeit ebenfalls verstarb. 1890 entließ Wilhelm II. Bismarck, weil beide über die Sozialpolitik und den künftigen Kurs des Reiches zerstritten waren. Mit dem Wechsel änderte sich vor allem die Außenpolitik deutlich.
Wenn du in einer Quelle eine Rede oder einen Zeitungsausschnitt zuordnen sollst, achte auf Begriffe wie Bündnisse und Gleichgewicht – das deutet auf Bismarck hin – oder auf Flotte, Kolonien und den „Platz an der Sonne“, was zu Wilhelm II. passt.
Bismarck (Kanzler 1871–1890)
Das Reich gilt als „saturiert“, also territorial zufrieden. Ein Netz von Bündnissen soll Frankreich isolieren und einen großen europäischen Krieg verhindern.
Beispiele
- Bündnisse mit Österreich-Ungarn und Italien im Dreibund, dazu ein geheimer Rückversicherungsvertrag mit Russland.
- Der Berliner Kongress 1878 vermittelt zwischen den europäischen Großmächten im Balkankonflikt.
- Im Inneren bekämpft er im Kulturkampf die katholische Kirche und mit den Sozialistengesetzen die Sozialdemokratie, führt aber gleichzeitig Sozialversicherungen ein.
Signalwörter
- Bündnissystem
- Gleichgewicht
- saturiert
- Sozialistengesetz
- Kulturkampf
Wilhelm II. (Kaiser 1888–1918)
Deutschland soll zur Weltmacht werden. Die Außenpolitik wird offensiver, der Rückversicherungsvertrag mit Russland wird 1890 nicht verlängert.
Beispiele
- Aufbau einer großen Kriegsflotte durch Admiral Tirpitz führt zum Wettrüsten mit Großbritannien.
- Deutschland fordert Kolonien in Afrika und Asien und einen „Platz an der Sonne“.
- Frankreich, Russland und Großbritannien rücken enger zusammen und bilden die Triple Entente.
Signalwörter
- Weltpolitik
- Flotte
- Kolonien
- Platz an der Sonne
- Wettrüsten
Ursache – Verlauf – Folge: Bismarcks Sozialgesetze
Erkläre, warum Bismarck in den 1880er-Jahren Sozialversicherungen einführte. Ordne nach Ursache, Verlauf und Folge.
Gegeben:
- Durch die Industrialisierung arbeiten viele Menschen in Fabriken unter harten und unsicheren Bedingungen.
- Die Sozialdemokratie gewinnt seit den 1870er-Jahren immer mehr Anhänger unter den Arbeitern.
Gesucht:
Welches Ziel verfolgte Bismarck mit der Sozialpolitik, und was blieb davon erhalten?Lösung:
- Ursache: Krankheit, Arbeitsunfall oder Alter bedeuten für Arbeiterfamilien ohne Absicherung schnell bittere Armut. Bismarck fürchtet, dass die Arbeiter sich deshalb der Sozialdemokratie zuwenden und das bestehende System infrage stellen.
- Verlauf: Mit dem Sozialistengesetz von 1878 verbietet er sozialdemokratische Vereine, Versammlungen und Zeitungen, das Wahlrecht selbst bleibt aber unangetastet. Zugleich führt er 1883 die Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung und 1889 die Alters- und Invaliditätsversicherung ein – finanziert von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gemeinsam.
- Folge: Arbeiter sind ab sofort im Krankheits-, Unfall- und Alterfall zumindest teilweise abgesichert. Die Sozialdemokratie wird dadurch aber nicht schwächer, sondern wächst bei den Reichstagswahlen bis zum Ersten Weltkrieg immer weiter und wird schließlich zur stärksten Partei im Reichstag.
Bismarck verband bewusst Zuckerbrot und Peitsche: Unterdrückung der Sozialdemokratie als Partei und gleichzeitig Absicherung der Arbeiter als soziale Gruppe. Sein eigentliches politisches Ziel, die Arbeiter von der Sozialdemokratie fernzuhalten, erreichte er nicht. Die Sozialversicherungen waren aber weltweit ein Vorbild: Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung gibt es in Deutschland in weiterentwickelter Form bis heute.
Ursachen und Folgen: Gesellschaft, Industrie und der Weg in den Krieg
Das Kaiserreich war nicht nur ein politisches System, sondern auch eine Gesellschaft im rasanten Umbruch. Zwischen 1871 und 1914 verdoppelte sich die Bevölkerung von rund 41 auf gut 67 Millionen Menschen, und Deutschland wurde von einem Agrarland zur führenden Industriemacht Europas. Städte wie Berlin, Essen oder Duisburg wuchsen explosionsartig, weil Menschen vom Land in die Fabriken zogen. Diese Industrialisierung war eine wichtige Ursache für die soziale Frage: Millionen Arbeiter lebten in beengten Mietskasernen und hatten zunächst kaum rechtlichen Schutz, was wiederum die Sozialdemokratie stark machte.
Gleichzeitig prägten Obrigkeitsdenken und Militarismus die Gesellschaft. Ein Uniformträger genoss gesellschaftliches Ansehen, das Militär galt vielen als Vorbild für Disziplin und Ordnung, und wer nicht gehorchte, wurde schnell als „Reichsfeind“ gebrandmarkt – ob katholisch im Kulturkampf oder sozialdemokratisch unter dem Sozialistengesetz. Dazu kam der Kolonialismus: Ab den 1880er-Jahren erwarb das Reich Gebiete in Afrika und im Pazifik, etwa Deutsch-Südwestafrika, Deutsch-Ostafrika, Kamerun und Teile Neuguineas. Die deutsche Kolonialherrschaft war mit Gewalt verbunden, am schwersten wiegt der Völkermord an den Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika zwischen 1904 und 1908.
Diese Mischung aus wirtschaftlichem Aufstieg, Obrigkeitsstaat und aggressiver Außenpolitik führte in eine gefährliche Lage. Wilhelm II. wollte Deutschland als Weltmacht etablieren, was zum Wettrüsten mit Großbritannien und zur diplomatischen Isolation führte. Als am 28. Juni 1914 der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet wurde, gab Deutschland Österreich-Ungarn den sogenannten „Blankoscheck“ – die Zusage bedingungsloser Unterstützung. Über ein System von Bündnissen und Mobilmachungen weitete sich der Konflikt aus, und am 1. August 1914 erklärte Deutschland Russland den Krieg. Der Erste Weltkrieg begann, und mit ihm endete faktisch die Epoche, in der das Kaiserreich seine Politik frei gestalten konnte.
| Reichskanzler | Amtszeit | Wichtiges Ereignis |
|---|---|---|
| Otto von Bismarck | 1871–1890 | Reichsgründung, Sozialgesetze, Bündnissystem |
| Leo von Caprivi | 1890–1894 | Rückversicherungsvertrag mit Russland läuft aus |
| Bernhard von Bülow | 1900–1909 | Aufbau der Kriegsflotte, aktive Weltpolitik |
| Theobald von Bethmann Hollweg | 1909–1917 | „Blankoscheck“ an Österreich-Ungarn, Kriegsbeginn 1914 |
Typische Fehler und Tipps für die Klassenarbeit
In Klassenarbeiten zum Kaiserreich häufen sich bestimmte Fehler. Der wichtigste ist die Verwechslung von Wahlrecht und Demokratie: Auch ein System mit Wahlen kann eine Monarchie mit stark eingeschränkter Volksherrschaft sein, wenn die Regierung nicht vom Parlament abhängt. Ein zweiter Fehler ist es, Bismarck und Wilhelm II. inhaltlich gleichzusetzen. Beide standen für dasselbe Kaiserreich, verfolgten aber in der Außenpolitik fast entgegengesetzte Strategien – Gleichgewicht und Bündnisse hier, Weltpolitik und Flottenbau dort.
Ein dritter Fehler betrifft die Bewertung: Wer das Kaiserreich nur als „fortschrittlich“ wegen der Sozialgesetze oder nur als „reaktionär“ wegen des Obrigkeitsstaats beschreibt, greift zu kurz. Eine gute Antwort erkennt beide Seiten: soziale Absicherung und wirtschaftlicher Aufschwung einerseits, eingeschränkte Demokratie, Militarismus und aggressive Kolonialpolitik andererseits. Genau dieses Nebeneinander wird in Aufgaben oft verlangt, etwa wenn nach Chancen und Problemen der Reichsgründung gefragt wird.
Für die Klassenarbeit hilft es, Jahreszahlen an Ereignisse statt an bloße Zahlen zu binden: 1871 Reichsgründung, 1878 Sozialistengesetze, 1883 bis 1889 Sozialversicherungen, 1888 Dreikaiserjahr, 1890 Bismarcks Entlassung, 1914 Kriegsbeginn. Wenn du zusätzlich weißt, wer zu welcher Zeit Kanzler war, kannst du fast jede Quelle zeitlich einordnen.
Jetzt bist du dran!
In welchem Schloss wurde Wilhelm I. 1871 zum Deutschen Kaiser ausgerufen?
Das Wichtigste in Kürze
- 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich nach drei Kriegen „von oben“ unter Führung Preußens gegründet.
- Es war eine konstitutionelle Monarchie: Der Kaiser ernannte den Kanzler, der Reichstag beschloss Gesetze, konnte die Regierung aber nicht stürzen.
- Bismarck setzte außenpolitisch auf Bündnisse und Gleichgewicht, innenpolitisch auf Unterdrückung von Katholiken und Sozialdemokraten sowie auf Sozialgesetze.
- Wilhelm II. strebte nach Weltmacht, Flotte und Kolonien – die Spannungen in Europa wuchsen und mündeten 1914 im Ersten Weltkrieg.
- Industrialisierung, Sozialpolitik und Obrigkeitsstaat, Militarismus und Kolonialismus bestehen im Kaiserreich nebeneinander – eine einseitige Bewertung greift zu kurz.
- Typischer Fehler: das Kaiserreich wegen der Reichstagswahlen für eine Demokratie halten. Die Regierung hing vom Kaiser ab, nicht vom Parlament.
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Häufige Fragen zu Das Deutsche Kaiserreich
- Was war das Deutsche Kaiserreich einfach erklärt?
- Das Deutsche Kaiserreich war der deutsche Nationalstaat von 1871 bis 1918. Es entstand nach drei siegreichen Kriegen Preußens und wurde am 18. Januar 1871 in Versailles ausgerufen. Es war ein Bundesstaat aus 25 Einzelstaaten unter der Führung des preußischen Königs, der zugleich Deutscher Kaiser war. Politisch war es eine konstitutionelle Monarchie mit gewähltem Reichstag, aber ohne parlamentarische Regierung.
- War das Kaiserreich eine Demokratie?
- Nur teilweise. Es gab freie, geheime Wahlen zum Reichstag für alle Männer ab 25 Jahren, das war fortschrittlich für die Zeit. Der Reichstag konnte aber weder den Reichskanzler wählen noch abwählen, denn dieser war allein dem Kaiser verantwortlich. Frauen durften nicht wählen. Man spricht deshalb von einer konstitutionellen Monarchie mit demokratischen Elementen, nicht von einer vollständigen Demokratie.
- Wie kam es 1871 zur Reichsgründung?
- Preußen gewann unter Otto von Bismarck drei Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich und baute damit seine Vorherrschaft in Deutschland aus. Nach dem Sieg über Frankreich 1871 schlossen sich die deutschen Fürsten zusammen und riefen den preußischen König Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum Deutschen Kaiser aus. Die Einigung geschah also „von oben“ durch die Fürsten, nicht durch eine Revolution des Volkes.
- Was ist der Unterschied zwischen Bismarck und Wilhelm II.?
- Bismarck war von 1871 bis 1890 Reichskanzler und verfolgte eine vorsichtige Außenpolitik: Bündnisse sollten Frankreich isolieren und einen großen Krieg verhindern. Wilhelm II. war von 1888 bis 1918 Kaiser, entließ Bismarck 1890 und betrieb eine offensivere Weltpolitik mit Flottenbau und Kolonialstreben. Dadurch verschlechterten sich die Beziehungen zu Großbritannien und Russland deutlich.
- Welche Sozialgesetze führte Bismarck ein?
- Bismarck führte 1883 die Krankenversicherung, 1884 die Unfallversicherung und 1889 die Alters- und Invaliditätsversicherung ein. Diese Sozialversicherungen waren weltweit die ersten ihrer Art und sollten Arbeiter absichern, ohne dass sie sich der Sozialdemokratie zuwandten. Gleichzeitig verbot Bismarck mit dem Sozialistengesetz von 1878 sozialdemokratische Organisationen. Beide Maßnahmen bildeten seine Strategie aus Zuckerbrot und Peitsche.
- Warum wurde Bismarck 1890 entlassen?
- Der neue Kaiser Wilhelm II. wollte selbst stärker regieren und war mit Bismarcks Kurs in der Sozialpolitik nicht einverstanden. Bismarck wollte das Sozialistengesetz verschärfen, Wilhelm II. suchte dagegen zunächst eine versöhnlichere Sozialpolitik. Aus diesem und weiteren Machtkonflikten entließ Wilhelm II. Bismarck 1890. Damit endete die Ära des Reichsgründers nach fast zwanzig Jahren als Kanzler.
- Welche Rolle spielten Militarismus und Kolonialismus im Kaiserreich?
- Militär und Uniform genossen im Kaiserreich hohes gesellschaftliches Ansehen, Gehorsam gegenüber der Obrigkeit galt als Tugend. Ab den 1880er-Jahren erwarb das Reich Kolonien in Afrika und im Pazifik. Die Kolonialherrschaft war oft gewaltsam, am schwersten wiegt der Völkermord an den Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika zwischen 1904 und 1908. Beides prägte das Bild eines nach außen aggressiven, nach innen obrigkeitsstaatlichen Reiches.
- Wie endete das Deutsche Kaiserreich?
- Das Kaiserreich endete 1918 mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg. Der Krieg hatte 1914 begonnen, nachdem Deutschland Österreich-Ungarn nach der Ermordung des Thronfolgers Franz Ferdinand bedingungslose Unterstützung zugesagt hatte. Angesichts der militärischen Niederlage und der Novemberrevolution 1918 dankte Kaiser Wilhelm II. ab, und die Republik wurde ausgerufen – der Beginn der Weimarer Republik.
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