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Einen Comment schreiben

Ein Comment ist eine argumentative Stellungnahme auf Englisch: Du beziehst klar Position, belegst sie mit Argumenten und setzt dich mit einer Gegenmeinung auseinander. In dieser Lektion lernst du den Aufbau, nützliche Redemittel und typische Fehler.

  • Fach: Englisch
  • Klasse 9
  • Thema: Textarbeit
  • Dauer: 18 Min
  • Niveau: Mittel
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Was ein Comment leisten muss

Ein comment, manchmal auch opinion essay genannt, verlangt von dir eine klare, begründete Meinung zu einer Frage oder einem Thema, meist ausgehend von einem Text, einer Statistik oder einer Aussage. Anders als bei der summary ist deine eigene Position hier ausdrücklich gefragt. Du sollst nicht nur berichten, was andere denken, sondern selbst Stellung beziehen und diese Stellung überzeugend begründen.

Ein guter comment folgt einer klaren Struktur: eine Einleitung mit deiner These, mehrere Absätze mit Argumenten und Beispielen, eine ehrliche Auseinandersetzung mit mindestens einem Gegenargument, und ein Schluss, der deine Position noch einmal bekräftigt. Diese Struktur ist wichtiger als eine besonders originelle Meinung – auch eine einfache, klar begründete Position überzeugt mehr als eine unklare, sprunghafte Argumentation.

Der häufigste Fehler ist, den comment wie eine reine Meinungsäußerung ohne Begründung zu schreiben: „I think school should start later“ allein reicht nicht. Jede Behauptung braucht mindestens ein Argument und, wenn möglich, ein konkretes Beispiel oder einen Vergleich, der die Behauptung stützt.

Auch die Sprache unterscheidet den comment von anderen Textsorten. Du schreibst meist im simple present, wenn es um allgemeine Aussagen geht, und benutzt gezielt Konnektoren wie however, moreover und therefore, um deine Gedanken logisch zu verknüpfen. Persönliche Erfahrungen dürfen als Beispiel dienen, sollten aber nicht den gesamten Text ausmachen.

Ein comment ist außerdem meist kürzer und fokussierter als eine ausführliche Erörterung im Deutschunterricht: Zwei bis drei Hauptargumente reichen völlig aus, wenn sie gut belegt sind. Mehr Argumente ohne ausreichende Begründung wirken oft aufgezählt statt überzeugend.

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Comment und Summary

Summary und comment werden in Klassenarbeiten oft nacheinander verlangt, verfolgen aber gegensätzliche Ziele. Die summary gibt objektiv wieder, was im Text steht, ohne eigene Meinung. Der comment verlangt genau diese eigene Meinung, klar begründet und nachvollziehbar dargestellt.

Ein häufiger Fehler ist, Elemente zu vertauschen: eine summary, die plötzlich eine Meinung enthält, oder ein comment, der nur den Text zusammenfasst, statt selbst Stellung zu beziehen. Behalte die beiden Textformen bei der Bearbeitung bewusst getrennt.

Summary

Wenn der Inhalt eines Textes sachlich und neutral wiedergegeben werden soll.

Beispiele

  • The article discusses the effects of social media on teenagers.
  • According to the author, screen time has increased significantly.

Signalwörter

  • simple present
  • keine eigene Meinung
  • keine Wertung
  • sehr sachlich

Comment

Wenn eine begründete eigene Position zu einer Frage oder einem Thema gefragt ist.

Beispiele

  • In my opinion, schools should limit the use of smartphones during lessons.
  • I strongly believe that this rule would improve concentration.

Signalwörter

  • in my opinion
  • I believe / I think
  • however, moreover, therefore
  • eigene Argumente
MerkmalSummaryComment
ZielInhalt sachlich wiedergebeneigene Position begründen
Meinungnicht erlaubtausdrücklich gefragt
AufbauBasissatz, KernaussagenThese, Argumente, Gegenargument, Fazit
Comment und Summary im Vergleich
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Von der Frage zum begründeten Absatz

Schreibe einen kurzen Absatz zur Frage: Should mobile phones be banned in schools?

Gegeben:

  • Frage mit zwei möglichen Positionen
  • Eigene Position: ja, mit Einschränkungen

Gesucht:

Ein Absatz mit These, Argument, Beispiel und Gegenargument

Lösung:

  1. These klar formulieren: In my opinion, mobile phones should be banned during lessons, but not during breaks.
  2. Argument mit Begründung ergänzen: This is because phones often distract students from following the lesson.
  3. Beispiel oder Beleg hinzufügen: For instance, many teachers report that pupils secretly check messages instead of paying attention.
  4. Gegenargument einräumen und entkräften: Some students argue that phones are useful for research, but most schools already provide computers for this purpose.

In my opinion, mobile phones should be banned during lessons, but not during breaks. This is because phones often distract students from following the lesson. For instance, many teachers report that pupils secretly check messages instead of paying attention. Some students argue that phones are useful for research, but most schools already provide computers for this purpose.

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Der Aufbau in fünf Schritten

Formuliere zuerst deine These in ein bis zwei klaren Sätzen. Vermeide vage Formulierungen wie „it depends“ ohne weitere Erklärung – die Aufgabe verlangt eine erkennbare Position.

Entwickle danach dein stärkstes Argument mit einem konkreten Beispiel oder Beleg. Ein zweites, möglichst anders gelagertes Argument rundet den Hauptteil ab, etwa ein gesundheitliches neben einem schulischen Argument.

Räume anschließend eine Gegenposition ein und entkräfte sie sachlich, statt sie zu ignorieren. Das zeigt, dass du das Thema von mehreren Seiten betrachtet hast, und macht deine eigene Position glaubwürdiger.

Schließe mit einem Fazit, das deine These noch einmal in eigenen Worten bekräftigt, möglichst mit einem Ausblick oder einer Empfehlung. Wiederhole dabei nicht wörtlich den Einleitungssatz, sondern fasse die wichtigsten Argumente knapp zusammen.

Dieser Ablauf funktioniert für die meisten Meinungsfragen im Englischunterricht.
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Nützliche Redemittel

Für die These eignen sich Wendungen wie in my opinion, I strongly believe that oder it seems to me that. Sie signalisieren dem Leser sofort, dass eine persönliche Position folgt, nicht eine sachliche Feststellung.

Argumente führst du mit this is shown by, for instance oder another reason is that ein. Verbindungswörter wie moreover und in addition zeigen an, dass ein weiteres Argument folgt, ohne dass du jeden Satz mit „and“ beginnen musst.

Für das Gegenargument sind some people argue that und although this is true nützlich, weil sie die Gegenposition anerkennen, bevor du sie sachlich entkräftest. Das Fazit leitest du mit all in all, to sum up oder for these reasons ein.

Feste Wendungen erleichtern den Einstieg in jeden Abschnitt eines Comments.
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Typische Fehler

Der häufigste Fehler ist eine Meinung ohne Begründung: „I think this is good“ allein überzeugt nicht. Ergänze immer ein Argument, ein Beispiel oder einen Vergleich, der die Aussage stützt.

Ein zweiter Fehler ist das komplette Fehlen eines Gegenarguments. Ein comment, der nur eine Seite betrachtet, wirkt einseitig und weniger überzeugend als einer, der auch eine Gegenposition sachlich einräumt.

Ein dritter Fehler ist der Wechsel zwischen sachlichem und zu umgangssprachlichem Ton, etwa der Sprung von in my opinion zu Ausdrücken wie „that's just stupid“. Bleibe durchgehend sachlich, auch wenn du eine klare Meinung vertrittst.

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Jetzt bist du dran

Aufgabe 1 von 3

Welcher Satz gehört an den Anfang eines Comments?

Welcher Satz gehört an den Anfang eines Comments?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Comment verlangt eine klare, begründete eigene Position zu einer Frage oder einem Thema.
  • Aufbau: These, zwei Hauptargumente mit Beispiel, ein sachlich entkräftetes Gegenargument, Fazit.
  • Redemittel wie in my opinion, this is shown by und however strukturieren den Text.
  • Jede Behauptung braucht eine Begründung, keine reine Meinungsäußerung ohne Beleg.
  • Typischer Fehler: ein Comment ohne Gegenargument wirkt einseitig und weniger überzeugend.

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Häufige Fragen zu Einen Comment schreiben

Wie schreibt man einen Comment auf Englisch?
Du beginnst mit einer klaren These, zum Beispiel eingeleitet mit in my opinion, und entwickelst danach zwei bis drei begründete Argumente mit Beispielen. Räume anschließend eine Gegenposition ein und entkräfte sie sachlich. Schließe mit einem Fazit, das deine These noch einmal in eigenen Worten bekräftigt.
Was ist der Unterschied zwischen Comment und Summary?
Die Summary gibt den Inhalt eines Textes sachlich wieder, ohne eigene Meinung. Der Comment verlangt dagegen ausdrücklich eine eigene, begründete Position. Beide Textformen werden oft nacheinander in einer Klassenarbeit verlangt, sollten aber inhaltlich klar getrennt bleiben.
Wie lang sollte ein Comment sein?
Ein typischer schulischer Comment umfasst etwa 150 bis 250 Wörter, je nach Aufgabenstellung und Klassenstufe. Wichtiger als die genaue Länge ist eine klare Struktur mit These, mindestens zwei Argumenten, einem Gegenargument und einem Fazit.
Muss man im Comment eine Gegenmeinung erwähnen?
Ja, ein überzeugender Comment räumt mindestens eine Gegenposition ein und entkräftet sie sachlich, statt sie zu ignorieren. Das zeigt, dass das Thema von mehreren Seiten betrachtet wurde, und stärkt die Glaubwürdigkeit der eigenen Argumentation.
Welche Zeitform benutzt man in einem Comment?
Meist steht der Comment im simple present, weil es um allgemeingültige Aussagen und Argumente geht: „Many students believe that homework is unnecessary.“ Beziehst du dich auf ein konkretes vergangenes Beispiel, wechselst du für diesen Teil ins simple past oder present perfect.
Darf man im Comment die eigene Meinung mit I think ausdrücken?
Ja, Ausdrücke wie I think, I believe oder in my opinion sind im Comment ausdrücklich erwünscht, anders als in der Summary. Wichtig ist, dass auf die Meinungsäußerung immer eine Begründung folgt, nicht nur eine reine Behauptung ohne Beleg.
Wie beginnt man einen guten Einleitungssatz für einen Comment?
Ein guter Einstieg nennt kurz das Thema und formuliert direkt danach die eigene Position, zum Beispiel: Nowadays, many schools discuss whether mobile phones should be banned. In my opinion, a partial ban makes the most sense. So wird sofort klar, worum es geht und welche Haltung folgt.
Wie unterscheidet sich ein Comment von einer Analyse?
Die Analyse untersucht, wie ein Text aufgebaut ist und welche sprachlichen Mittel er verwendet, etwa Erzählperspektive oder Stilmittel. Der Comment äußert dagegen eine eigene Meinung zu einer Frage oder These, unabhängig von der sprachlichen Gestaltung eines bestimmten Textes.

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