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Spinnen: Aufbau, Netz und Beutefang

Spinnen Aufbau Netz: Spinnen sind Spinnentiere mit zwei Körperabschnitten, acht Beinen und Spinndrüsen, mit denen viele Arten Netze bauen. In dieser Lektion lernst du, wie der Körper einer Spinne aufgebaut ist, wie ein Radnetz entsteht und warum Spinnen keine Insekten sind.

  • Fach: Biologie
  • Klasse 6
  • Thema: Tiere
  • Dauer: 15 Min
  • Niveau: Mittel
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Spinnen Aufbau Netz: Was sind Spinnen?

Spinnen gehören zu den Spinnentieren und damit zu den Gliederfüßern. Sie haben einen Körper aus zwei Abschnitten, acht Beine und keine Fühler. Spinnen sind keine Insekten, auch wenn viele Menschen sie so einordnen. Insekten haben drei Körperabschnitte, sechs Beine und meist Flügel. Weltweit kennt man weit über 50 000 Spinnenarten, in Deutschland leben etwas mehr als 1000 davon.

Alle Spinnen sind Räuber. Sie ernähren sich vor allem von Insekten, und manche größere Arten erbeuten auch kleine Wirbeltiere. Dabei gehen sie sehr verschieden vor. Radnetzspinnen wie die Kreuzspinne fangen ihre Beute in einem Netz. Wolfsspinnen laufen Beutetieren am Boden nach, und Springspinnen schleichen sich an und überwältigen sie mit einem gezielten Sprung. Fast alle Spinnen besitzen Giftdrüsen, mit denen sie ihre Beute lähmen.

Wie Insekten haben Spinnen ein Außenskelett aus Chitin. Es schützt den Körper und gibt ihm Halt, wächst aber nicht mit. Deshalb häuten sich Spinnen mehrmals in ihrem Leben. Nach der Häutung ist die neue Haut zunächst weich und härtet erst nach einiger Zeit aus. In dieser Phase sind die Tiere besonders verletzlich und verstecken sich.

Spinnen sind Spinnentiere mit zwei Körperabschnitten und acht Beinen, Insekten haben drei Abschnitte und sechs Beine.
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Spinnen Aufbau: Vorderkörper, Hinterleib und Sinne

Der Körper einer Spinne besteht aus dem Vorderkörper und dem Hinterleib. Der Vorderkörper, auch Kopfbruststück genannt, trägt die acht Laufbeine, die Augen, die Kieferklauen und die Kiefertaster. Er ist durch einen schmalen Stiel mit dem Hinterleib verbunden. Deshalb wirkt der Körper der Spinne wie in der Mitte eingeschnürt.

Die Kieferklauen sind zwei bewegliche Klauen am Vorderende. In jeder mündet eine Giftdrüse. Mit den Klauen packt die Spinne ihre Beute und spritzt ihr Gift ein. Die Kiefertaster sind kurze Anhänge neben den Klauen. Sie dienen zum Tasten und Schmecken und halten die Beute fest. Bei geschlechtsreifen Männchen sind sie außerdem verdickt und werden bei der Paarung zur Übertragung der Spermien benutzt.

Die meisten Spinnen haben acht einfache Augen, sehen aber nur mäßig scharf. Springspinnen sind eine Ausnahme und erkennen Formen und Bewegungen recht gut. Wichtiger ist für viele Arten der Tastsinn. Feine Sinneshaare an den Beinen melden Erschütterungen und Luftbewegungen. So spürt eine Spinne im Netz schon, wo sich eine Fliege verfangen hat.

Im Hinterleib liegen Herz, Darm, Geschlechtsorgane, die Atmungsorgane und die Spinndrüsen. Gespinnstfäden treten an den Spinnwarzen am Hinterende aus. Spinnen atmen mit Fächerlungen oder Röhrentracheen, ihr Blutkreislauf ist offen. Die Beine strecken sie nicht mit Muskeln allein, sondern auch mit dem Druck der Körperflüssigkeit. Deshalb krümmen sich die Beine einer toten Spinne zusammen.

KörperteilAufgabe
Vorderkörperträgt Beine, Augen, Kieferklauen und Taster
Kieferklauenpacken die Beute und spritzen Gift ein
Kiefertastertasten, schmecken, halten fest, beim Männchen auch für die Paarung
Hinterleibenthält Herz, Darm, Atmungsorgane und Spinndrüsen
SpinnwarzenAustrittsstellen der Spinnfäden
Körperteile der Spinne
Der Vorderkörper trägt Beine, Augen und Kieferklauen, im Hinterleib liegen Organe und Spinndrüsen.
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Spinnen Netz: Spinnseide und Bau des Radnetzes

Spinnseide ist ein Faden aus Proteinen. Sie wird in Spinndrüsen im Hinterleib gebildet und tritt flüssig aus den Spinnwarzen aus. An der Luft erhärtet sie zu einem Faden. Eine Radnetzspinne besitzt mehrere Drüsenarten und stellt damit Fäden mit unterschiedlichen Eigenschaften her: stabile Rahmen- und Speichenfäden, klebrige Fangfäden und Fäden zum Einpacken der Beute.

Der Bau eines Radnetzes folgt einer festen Reihenfolge. Zuerst lässt die Spinne einen Faden im Wind treiben, bis er an einem Gegenstand haften bleibt. Er wird zum Brückenfaden, an dem sie Rahmen und Speichen spannt. Danach folgt eine weitmaschige Hilfsspirale, die das Netz stabilisiert. Zuletzt legt sie von außen nach innen die klebrige Fangspirale und frisst dabei die Hilfsspirale meist wieder auf.

Die Speichenfäden sind nicht klebrig. Auf ihnen läuft die Spinne selbst, ohne hängen zu bleiben. Sie wartet oft in der Netzmitte oder in einem Versteck am Rand und hält einen Signalfaden in den Beinen. Zappelt ein Insekt im Netz, überträgt sich die Erschütterung, und die Spinne eilt hin. Sie beißt zu, wickelt die Beute ein und saugt sie später aus. Dabei spritzt sie Verdauungssaft ein, der das Innere verflüssigt. Man nennt das Außenverdauung.

Ein Radnetz ist bei Wind und Regen schnell beschädigt. Viele Spinnen bauen es deshalb jeden Tag neu oder bessern es aus. Sie fressen den alten Faden oft auf und gewinnen so Material zurück. Nicht jede Spinne baut ein Radnetz. Trichterspinnen weben Trichter, Baldachinspinnen flache Decken, und Jäger wie die Wolfsspinnen bauen gar kein Fangnetz.

Ein Radnetz entsteht in fünf Schritten vom Brückenfaden bis zur klebrigen Fangspirale.
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Typische Fehler zu Spinnen Aufbau Netz

Der häufigste Fehler ist, Spinnen für Insekten zu halten. Spinnen haben acht Beine, Insekten sechs, und Spinnen besitzen weder Fühler noch Flügel. Auch wer „Kopf, Brust und Hinterleib“ aufschreibt, liegt falsch, denn der Vorderkörper von Spinnen besteht aus verschmolzenem Kopf und Brust.

Ein zweiter Fehler ist die Annahme, alle Spinnen bauten Netze. Viele Arten jagen frei, etwa Wolfsspinnen oder Springspinnen. Ein dritter Irrtum betrifft die Weberknechte. Sie sehen aus wie Spinnen mit sehr langen Beinen, sind aber eine eigene Gruppe der Spinnentiere. Sie haben keine Spinndrüsen, keine Giftdrüsen und bauen kein Netz.

Auch bei der Gefährlichkeit gibt es Missverständnisse. Fast alle Spinnen sind giftig, doch die Kieferklauen heimischer Arten sind zu schwach oder das Gift zu mild, um Menschen ernsthaft zu schaden. Ein Biss ist selten und meist nur lokal unangenehm. Spinnen beißen Menschen nicht aktiv an, sondern wehren sich nur, wenn sie festgehalten werden.

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Spinnen im Alltag: Nützlinge in Haus und Garten

Spinnen sind nützlich, weil sie große Mengen Insekten fangen. In Haus und Garten fressen sie Fliegen, Mücken, Blattläuse und andere Tiere, die dich oder deine Pflanzen stören können. Eine Wiese mit vielen Spinnen hat meist weniger Schädlinge. Spinnen sind wichtig in Nahrungsketten, denn sie dienen selbst Vögeln, Eidechsen und manchen Wespen als Nahrung.

Im Herbst fallen sie besonders auf. Dann suchen die Männchen der Hauswinkelspinne Weibchen und laufen dabei oft in Wohnungen. Das erklärt, warum du im Spätsommer mehr Spinnen im Haus siehst, obwohl es nicht mehr geworden sind. Du musst sie nicht töten. Mit Glas und Papier kannst du sie nach draußen tragen.

Auch die Technik schaut sich bei Spinnen etwas ab. Spinnseide ist im Verhältnis zu ihrem Gewicht sehr reißfest und zugleich elastisch. Forscher arbeiten deshalb an Fasern, die ihre Eigenschaften nachahmen. Für viele Anwendungen gelingt das bisher nur teilweise.

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Jetzt bist du dran!

Aufgabe 1 von 5

Zu welcher Tiergruppe gehören Spinnen?

Zu welcher Tiergruppe gehören Spinnen?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Spinnen sind Spinnentiere mit zwei Körperabschnitten, acht Beinen und ohne Fühler und Flügel.
  • Der Vorderkörper trägt Beine, Augen, Kieferklauen und Taster, im Hinterleib liegen Organe und Spinndrüsen.
  • Spinnseide tritt an den Spinnwarzen aus. Im Radnetz sind nur die Fangfäden klebrig.
  • Spinnen töten Beute mit Gift und verdauen sie außerhalb des Körpers.
  • Typischer Fehler: Spinnen für Insekten halten oder glauben, dass jede Spinne ein Netz baut.

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Häufige Fragen zu Spinnen: Aufbau, Netz und Beutefang

Wie sind Spinnen aufgebaut?
Der Körper einer Spinne besteht aus Vorderkörper und Hinterleib, die durch einen schmalen Stiel verbunden sind. Der Vorderkörper trägt acht Beine, meist acht Augen, die Kieferklauen und zwei Kiefertaster. Im Hinterleib liegen Herz, Darm, Atmungsorgane und Spinndrüsen.
Wie viele Beine hat eine Spinne?
Eine Spinne hat acht Beine, die am Vorderkörper sitzen. Insekten haben dagegen sechs Beine. Zusätzlich besitzen Spinnen zwei kurze Kiefertaster, die wie kleine Beine aussehen, aber zum Tasten und Festhalten dienen und keine Laufbeine sind.
Wie bauen Spinnen ihr Netz?
Beim Radnetz spannt die Spinne zuerst einen Brückenfaden, dann Rahmen und Speichen. Danach legt sie eine Hilfsspirale und zuletzt die klebrige Fangspirale von außen nach innen. Die Hilfsspirale frisst sie dabei meist wieder auf.
Woraus besteht Spinnenseide?
Spinnenseide besteht aus Proteinen. Sie wird flüssig in Spinndrüsen im Hinterleib gebildet und tritt an den Spinnwarzen aus. Erst an der Luft und beim Ziehen bildet sich der feste Faden. Eine Spinne kann verschiedene Seidenarten herstellen.
Sind Spinnen Insekten?
Nein, Spinnen sind keine Insekten, sondern Spinnentiere. Beide gehören zu den Gliederfüßern. Spinnen haben zwei Körperabschnitte, acht Beine, keine Fühler und keine Flügel, Insekten haben drei Abschnitte, sechs Beine, ein Paar Fühler und meist Flügel.
Wie fangen Spinnen ihre Beute?
Netzbauer warten, bis sich ein Insekt im klebrigen Netz verfängt, und spüren die Erschütterung. Jäger wie Wolfsspinnen laufen Beute hinterher, Springspinnen springen sie an. Mit den Kieferklauen spritzen sie Gift ein, das die Beute lähmt oder tötet.
Wie fressen Spinnen?
Spinnen können feste Nahrung nicht kauen. Sie spritzen Verdauungssaft in die Beute, der das Innere verflüssigt, und saugen den Nahrungsbrei auf. Diese Außenverdauung zählt zu den typischen Merkmalen der Spinnentiere. Übrig bleibt meist nur die leere Hülle.
Sind Spinnen in Deutschland gefährlich?
Fast alle Spinnen sind giftig, aber heimische Arten stellen für Menschen praktisch keine Gefahr dar. Ihre Kieferklauen sind meist zu klein, um durch die Haut zu dringen, und das Gift ist mild. Bei einem seltenen Biss entsteht oft nur eine lokale Reizung.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

Das kommt als Nächstes