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Metamorphose beim Schmetterling: vom Ei zum Falter

Die Metamorphose beim Schmetterling ist die Verwandlung vom Ei über die Raupe und die Puppe bis zum fertigen Falter. In dieser Lektion lernst du die vier Stadien kennen, erfährst, was in der Puppe passiert, und kannst vollständige und unvollständige Metamorphose voneinander unterscheiden.

  • Fach: Biologie
  • Klasse 5
  • Thema: Tiere
  • Dauer: 15 Min
  • Niveau: Einfach
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Was ist die Metamorphose beim Schmetterling?

Als Metamorphose bezeichnet man die Verwandlung eines Tieres, bei der Jungtier und erwachsenes Tier völlig verschieden aussehen. Beim Schmetterling schlüpft aus dem Ei zuerst eine Raupe, später entsteht eine Puppe und aus der Puppe schlüpft der Falter. Weil dabei vier verschiedene Stadien durchlaufen werden, nennt man diese Entwicklung vollständige Metamorphose.

Raupe und Schmetterling haben fast nichts gemeinsam. Die Raupe hat einen weichen, länglichen Körper, kaute Pflanzenteile mit kräftigen Mundwerkzeugen und kriecht auf vielen kleinen Beinen. Der Schmetterling hat dagegen große Flügel, saugt mit einem langen Rüssel Nektar und fliegt. Wer beide nebeneinander sieht, würde sie nicht für dasselbe Tier halten.

Die Verwandlung hat einen großen Vorteil: Raupe und Falter fressen unterschiedliche Nahrung und leben an unterschiedlichen Orten. Dadurch nehmen sie sich gegenseitig nichts weg. Die Raupe konzentriert sich auf das Wachsen, der Falter auf die Fortpflanzung und die Verbreitung der Art.

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Die vier Stadien der Schmetterling-Metamorphose

Das erste Stadium ist das Ei. Das Weibchen legt seine winzigen Eier gezielt an die Pflanze, die die Raupen später fressen werden. Beim Tagpfauenauge ist das die Brennnessel, beim Kohlweißling der Kohl. Aus dem Ei schlüpft nach einigen Tagen oder Wochen die Raupe.

Das zweite Stadium ist die Raupe, die man auch Larve nennt. Sie frisst fast den ganzen Tag und wird dadurch sehr schnell größer. Ihre Haut wächst aber nicht mit. Deshalb muss sich die Raupe mehrmals häuten, das heißt, sie streift die zu enge Haut ab und besitzt darunter schon eine neue, weitere Haut.

Wenn die Raupe ausgewachsen ist, hört sie auf zu fressen und verpuppt sich. Die Puppe hängt an einem Zweig oder liegt gut versteckt am Boden und bewegt sich kaum. Nach einiger Zeit platzt die Hülle auf und der Schmetterling schlüpft. Er sitzt zuerst still da, pumpt Flüssigkeit in die zerknitterten Flügel und lässt sie trocknen, bevor er zum ersten Mal fliegt.

StadiumAufgabeTypisches Merkmal
EiSchutz des sich entwickelnden Tiereswinzig, an der Futterpflanze festgeklebt
RaupeFressen und Wachsenweicher Körper, mehrere Häutungen
PuppeUmbau des Körpersbewegt sich kaum, frisst nicht
SchmetterlingFortpflanzung und VerbreitungFlügel, Saugrüssel, Facettenaugen
Die vier Stadien im Überblick
Bei der Metamorphose des Schmetterlings folgen Ei, Raupe, Puppe und Falter immer in dieser Reihenfolge aufeinander.
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Was passiert in der Puppe?

Von außen sieht eine Puppe ruhig und leblos aus. Innen läuft aber ein gewaltiger Umbau ab. Viele Körperteile der Raupe lösen sich auf und werden zu Baustoffen. Aus Gruppen von Zellen, die schon in der Raupe vorbereitet waren, entstehen Flügel, lange Beine, Facettenaugen und der Saugrüssel.

Die Puppe ist deshalb kein Schlafzustand, sondern eine Baustelle. Das Tier frisst in dieser Zeit nicht und lebt von den Vorräten, die die Raupe vorher angelegt hat. Je nach Art und Jahreszeit dauert dieses Stadium wenige Wochen. Manche Arten überwintern sogar als Puppe und schlüpfen erst im Frühjahr.

Weil die Puppe sich kaum bewegen kann, ist sie ein verletzliches Stadium. Viele Puppen sind deshalb getarnt, sehen aus wie ein trockenes Blatt oder sind in einem Gespinst oder in der Erde versteckt. So werden sie von Vögeln und anderen Fressfeinden seltener entdeckt.

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Vollständige und unvollständige Metamorphose

Nicht alle Insekten verwandeln sich so stark wie der Schmetterling. Bei der unvollständigen Metamorphose fehlt das Puppenstadium. Die Larve einer Heuschrecke sieht schon wie eine kleine Heuschrecke aus, nur ohne richtige Flügel. Mit jeder Häutung wird sie größer, bis sie erwachsen ist.

Den Unterschied erkennst du am schnellsten an der Puppe. Gibt es eine Puppe, handelt es sich um eine vollständige Metamorphose. Gibt es keine, ist sie unvollständig. Auch Käfer, Fliegen und Bienen durchlaufen eine vollständige Metamorphose, Libellen und Wanzen dagegen eine unvollständige.

Vollständige Metamorphose

Die Larve sieht völlig anders aus als das erwachsene Tier und es gibt ein Puppenstadium.

Beispiele

  • Schmetterling
  • Käfer
  • Honigbiene

Signalwörter

  • Vier Stadien: Ei, Larve, Puppe, erwachsenes Tier
  • Larve und erwachsenes Tier fressen oft Verschiedenes
  • Die Puppe frisst nicht

Unvollständige Metamorphose

Die Larve sieht schon aus wie ein kleines erwachsenes Tier und es gibt keine Puppe.

Beispiele

  • Heuschrecke
  • Libelle
  • Wanze

Signalwörter

  • Drei Stadien: Ei, Larve, erwachsenes Tier
  • Larve häutet sich mehrmals und wird immer größer
  • Flügel wachsen erst nach und nach
Ohne Puppenstadium spricht man von unvollständiger Metamorphose, mit Puppenstadium von vollständiger.
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Typische Fehler bei der Metamorphose des Schmetterlings

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, die Raupe verwandle sich einfach in einen Schmetterling, wie wenn man ein Kleidungsstück wechselt. In Wirklichkeit wird der Körper in der Puppe zu großen Teilen umgebaut. Es gibt eine Raupenform und eine Falterform, aber dazwischen eine Phase, in der fast alles neu entsteht.

Ein zweiter Fehler betrifft die Namen der Stadien. Die Raupe ist nicht das Jungtier des Schmetterlings im Sinne eines Babys, das einfach größer wird, sondern ein eigenes Larvenstadium mit eigener Aufgabe. Und der Begriff Larve gilt nicht nur für Schmetterlinge, sondern für die Jungstadien aller Insekten mit Metamorphose, also auch für die Made der Fliege oder den Engerling des Käfers.

Schließlich wird oft geglaubt, ein Schmetterling wachse noch, wenn er geschlüpft ist. Das stimmt nicht. Ein fertiger Falter wird nicht mehr größer, weil sein Körper außen von einem festen Panzer umgeben ist. Gewachsen ist allein die Raupe.

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Metamorphose im Alltag: Schmetterlinge im Garten schützen

Wenn du im Frühling oder Sommer im Garten genau hinschaust, findest du alle Stadien. An Brennnesseln sitzen kleine schwarze Raupen des Tagpfauenauges, an Kohlblättern die grünlichen Raupen des Kohlweißlings. Mit etwas Glück entdeckst du eine Puppe an einem Zaun oder unter einem Blatt.

Raupen brauchen die richtigen Futterpflanzen, Falter brauchen Nektar. Deshalb helfen Wildblumen, ein Stück Wiese und ein paar Brennnesseln in der Ecke des Gartens den Schmetterlingen am meisten. Pflanzenschutzmittel und ein sehr kurz gemähter Rasen nehmen ihnen dagegen den Lebensraum.

Im Unterricht wird die Metamorphose oft mit einer Raupenzucht beobachtet. Das ist spannend, aber nur bei häufigen Arten und mit der richtigen Futterpflanze sinnvoll. Wildlebende Raupen sollten dafür nicht in großer Zahl aus der Natur entnommen werden, denn viele Schmetterlingsarten sind selten geworden.

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Jetzt bist du dran!

Aufgabe 1 von 5

Welche Reihenfolge der Stadien ist beim Schmetterling richtig?

Welche Reihenfolge der Stadien ist beim Schmetterling richtig?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Metamorphose beim Schmetterling besteht aus vier Stadien: Ei, Raupe, Puppe und Schmetterling.
  • Die Raupe frisst und wächst und häutet sich mehrmals, weil ihre Haut nicht mitwächst.
  • In der Puppe wird der Körper umgebaut, das Tier frisst nicht.
  • Mit Puppenstadium spricht man von vollständiger Metamorphose, ohne Puppe von unvollständiger.
  • Typischer Fehler: Nur die Raupe wächst, der geschlüpfte Schmetterling wird nicht mehr größer.

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Häufige Fragen zu Metamorphose beim Schmetterling: vom Ei zum Falter

Was ist die Metamorphose beim Schmetterling?
Die Metamorphose ist die Verwandlung vom Ei über die Raupe und die Puppe bis zum Schmetterling. Jedes Stadium sieht anders aus und hat eine eigene Aufgabe. Weil es vier Stadien gibt, spricht man von vollständiger Metamorphose.
Wie lange dauert die Verwandlung vom Ei zum Schmetterling?
Das hängt von der Art, der Temperatur und der Jahreszeit ab. Häufig dauert die Entwicklung vom Ei bis zum Falter einige Wochen bis wenige Monate. Arten, die als Puppe überwintern, brauchen deutlich länger.
Was passiert in der Puppe eines Schmetterlings?
In der Puppe wird der Körper der Raupe großteils umgebaut. Es entstehen Flügel, lange Beine, Facettenaugen und ein Saugrüssel. Die Puppe frisst nicht, sondern lebt von den Vorräten, die die Raupe vorher angelegt hat.
Was ist der Unterschied zwischen vollständiger und unvollständiger Metamorphose?
Bei der vollständigen Metamorphose gibt es ein Puppenstadium und die Larve sieht ganz anders aus als das erwachsene Tier, zum Beispiel beim Schmetterling. Bei der unvollständigen Metamorphose gibt es keine Puppe, etwa bei der Heuschrecke.
Warum häutet sich eine Raupe?
Die Raupe wächst sehr schnell, doch ihre Haut dehnt sich kaum. Deshalb streift sie die zu enge Haut ab und besitzt darunter schon eine neue, größere. Eine Raupe häutet sich meist vier- bis fünfmal, bevor sie sich verpuppt.
Ist die Raupe dasselbe wie die Larve?
Ja, die Raupe ist die Larve des Schmetterlings. Larve ist der allgemeine Begriff für das Jungstadium von Insekten mit Metamorphose. Bei Fliegen heißt die Larve Made, bei Käfern oft Engerling.
Was fressen Raupen und was fressen Schmetterlinge?
Raupen fressen Pflanzenteile wie Blätter, oft nur von bestimmten Pflanzen. Schmetterlinge dagegen saugen mit dem Rüssel meist Nektar aus Blüten. Beide Stadien haben also unterschiedliche Nahrung und andere Mundwerkzeuge.
In welcher Klasse lernt man die Metamorphose beim Schmetterling?
Die Entwicklung von Insekten wie dem Schmetterling wird meist in Klasse 5 oder 6 im Biologieunterricht behandelt, oft im Zusammenhang mit Insekten und mit der Beobachtung von Tieren im Garten.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

Das kommt als Nächstes