Getreidearten: Weizen, Roggen, Hafer und Mais
Getreide ist eine der wichtigsten Nahrungsquellen der Menschheit und wächst auf einem großen Teil der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland. In dieser Lektion lernst du die wichtigsten Getreidearten kennen, ihren Aufbau und wofür sie jeweils verwendet werden.
- Fach: Biologie
- Klasse 5
- Thema: Pflanzen
- Dauer: 15 Min
- Niveau: Einfach
Was ist Getreide überhaupt?
Getreide bezeichnet Pflanzen aus der Familie der Süßgräser, deren Körner der Mensch als Nahrung anbaut. Zu den wichtigsten Getreidearten zählen Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Mais, die weltweit auf riesigen Flächen angebaut werden.
Menschen bauen Getreide bereits seit mehreren tausend Jahren gezielt an, denn die Körner lassen sich gut lagern, transportieren und zu Mehl verarbeiten. Ohne Getreide gäbe es weder Brot noch die meisten Frühstücksflocken, wie wir sie heute kennen.
Ein häufiger Fehler ist, Mais nicht als Getreide einzuordnen, weil er anders aussieht als Weizen oder Roggen. Tatsächlich gehört auch Mais botanisch zu den Getreidearten, seine Körner sitzen aber an einem Kolben statt in einer Ähre.
Der Aufbau einer Getreidepflanze
Eine Getreidepflanze besteht aus einem hohlen, gegliederten Halm, schmalen Blättern und einem Fruchtstand, in dem die Körner sitzen. Bei Weizen, Roggen und Gerste bildet sich dieser Fruchtstand als Ähre, bei Hafer als lockere Rispe und bei Mais als dicker Kolben.
Jedes einzelne Getreidekorn ist eine kleine Frucht, die im Inneren den Keimling und einen großen Nährstoffspeicher aus Stärke enthält. Diese Stärke liefert dem Keimling beim Wachsen Energie und ist gleichzeitig der Grund, warum Getreideprodukte wie Brot und Nudeln so sättigend sind.
Die Wurzeln von Getreidepflanzen sind meist relativ flach, aber stark verzweigt, sodass sie den Boden gut durchwurzeln und Wasser sowie Nährstoffe effizient aufnehmen können.
Weizen, Roggen, Hafer und Mais im Überblick
Weizen ist in Deutschland die am meisten angebaute Getreideart und stellt hohe Ansprüche an den Boden, dafür liefert er Mehl, das sich besonders gut zum Backen von Brot, Brötchen und Kuchen sowie zur Herstellung von Nudeln eignet.
Roggen kommt dagegen auch auf sandigen, weniger fruchtbaren Böden gut zurecht und verträgt kalte Winter besonders gut. Aus Roggenmehl wird vor allem dunkles, kräftig schmeckendes Brot gebacken, das sich lange frisch hält.
Hafer wird meist im Frühjahr ausgesät und liebt ein eher kühles, feuchtes Klima. Seine Körner werden vor allem zu Haferflocken für Müsli verarbeitet, weil sie besonders viele Ballaststoffe und wertvolle Fette enthalten.
| Getreideart | Fruchtstand |
|---|---|
| Weizen | Ähre |
| Roggen | Ähre |
| Gerste | Ähre |
| Hafer | Rispe |
| Mais | Kolben |
Wie viel Getreide wächst in Deutschland?
In Deutschland gehört Getreide zu den wichtigsten Ackerfrüchten überhaupt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden Weizen und Mais im Jahr 2023 auf jeweils rund 2,5 bis 2,8 Millionen Hektar angebaut, gefolgt von Gerste mit etwa 1,6 Millionen Hektar.
Roggen und Hafer nehmen dagegen deutlich kleinere Flächen ein, weil sie zwar auf schwierigeren Böden wachsen können, insgesamt aber seltener nachgefragt werden als Weizen. Trotzdem bleiben beide wichtige Getreidearten für bestimmte Brot- und Müslisorten.
Vom Feld zum Frühstück: Verwendung von Getreide
Nach der Ernte im Sommer werden die Getreidekörner gedroschen, gereinigt und anschließend meist in einer Mühle zu Mehl oder Flocken verarbeitet. Aus Weizenmehl entstehen Brot, Brötchen, Kuchen und Nudeln, aus Roggenmehl vor allem dunkles Brot.
Haferflocken landen häufig direkt im Müsli oder Porridge, während Mais sowohl als Gemüse, als Maismehl für Tortillas als auch als Futtermittel für Tiere genutzt wird. Ein großer Teil des in Deutschland angebauten Mais dient außerdem als Futter- und Energiepflanze, etwa für Biogasanlagen.
Jetzt bist du dran!
Zu welcher Pflanzenfamilie gehört Getreide?
Noch nicht. Getreide gehört botanisch zur Familie der Süßgräser.
Das Wichtigste in Kürze
- Getreide sind Pflanzen aus der Familie der Süßgräser, deren Körner der Mensch als Nahrung anbaut.
- Weizen, Roggen und Gerste bilden eine Ähre, Hafer eine Rispe und Mais einen Kolben als Fruchtstand.
- Weizen liefert vor allem helles Mehl, Roggen dunkles Brotmehl, Hafer Flocken für Müsli und Mais Futter, Mehl und Gemüse.
- Weizen und Mais nehmen in Deutschland die größten Getreide-Anbauflächen ein, gefolgt von Gerste, Roggen und Hafer.
- Typischer Fehler: Auch Mais zählt botanisch zu den Getreidearten, obwohl seine Körner an einem Kolben statt in einer Ähre wachsen.
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Häufige Fragen zu Getreidearten: Weizen, Roggen, Hafer und Mais
- Was zählt alles zu Getreide?
- Zu Getreide zählen Pflanzen aus der Familie der Süßgräser, deren Körner der Mensch anbaut, vor allem Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Mais. Alle bilden Körner mit einem Nährstoffspeicher aus Stärke.
- Was ist der Unterschied zwischen Weizen und Roggen?
- Weizen stellt hohe Ansprüche an den Boden und liefert Mehl, das sich besonders gut zum Backen von Brot, Brötchen und Nudeln eignet. Roggen kommt dagegen auch auf sandigen Böden zurecht und ergibt vor allem dunkles, kräftiges Brot.
- Warum ist Mais ein Getreide, obwohl er anders aussieht?
- Mais gehört botanisch ebenfalls zur Familie der Süßgräser wie Weizen oder Roggen. Anders als bei diesen sitzen seine Körner aber nicht in einer Ähre, sondern an einem dicken Kolben.
- Wofür wird Hafer verwendet?
- Haferkörner werden vor allem zu Haferflocken für Müsli und Porridge verarbeitet, weil sie besonders viele Ballaststoffe und wertvolle Fette enthalten. Daneben wird Hafer auch als Futtermittel genutzt.
- Wie viel Getreide wird in Deutschland angebaut?
- Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden Weizen und Mais im Jahr 2023 in Deutschland auf jeweils rund 2,5 bis 2,8 Millionen Hektar angebaut, Gerste auf etwa 1,6 Millionen Hektar, Roggen und Hafer auf deutlich kleineren Flächen.
- Wie unterscheidet man Getreidearten am Feld?
- Am einfachsten unterscheidet man Getreidearten am Fruchtstand: Weizen, Roggen und Gerste bilden eine Ähre, Hafer eine lockere Rispe und Mais einen dicken Kolben. Auch Wuchshöhe und Blattform geben Hinweise.
- Was ist der Unterschied zwischen Vollkornmehl und hellem Mehl?
- Vollkornmehl wird aus dem ganzen Getreidekorn samt Keimling und äußeren Schichten hergestellt, während helles Mehl nur aus dem stärkehaltigen inneren Kern des Korns gewonnen wird. Deshalb enthält Vollkornmehl mehr Ballaststoffe.
- In welcher Klasse lernt man etwas über Getreidearten?
- Getreidearten werden häufig bereits in Klasse 5 im Biologieunterricht behandelt, meist im Rahmen des Themas Nutzpflanzen und Aufbau von Pflanzen.
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