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Proportionale und antiproportionale Zuordnungen

In dieser Lektion lernst du, woran du proportionale und antiproportionale Zuordnungen erkennst. Du erfährst, welche Größe dabei gleich bleibt und wie du fehlende Werte sicher berechnest.

  • Fach: Mathematik
  • Klasse 7
  • Thema: Prozentrechnung
  • Dauer: 15 Min
  • Niveau: Mittel
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Wenn eine Größe von einer anderen abhängt

Eine Zuordnung verbindet zwei Größen miteinander: Jeder Menge Äpfel wird ein Preis zugeordnet, jeder Fahrzeit eine Strecke. Proportional heißt eine Zuordnung, wenn zum Doppelten der einen Größe auch das Doppelte der anderen gehört, zum Dreifachen das Dreifache und zur Hälfte die Hälfte. Der Quotient aus beiden Größen bleibt dabei immer gleich. Diesen festen Wert nennt man Proportionalitätsfaktor, beim Einkauf ist das einfach der Preis für ein Stück oder ein Kilogramm.

Antiproportional ist es genau umgekehrt: Zum Doppelten der einen Größe gehört die Hälfte der anderen. Arbeiten doppelt so viele Maler an einer Wand, brauchen sie nur halb so lange. Hier bleibt das Produkt der beiden Größen gleich, denn die Gesamtarbeit ändert sich nicht, egal wie viele sie sich teilen. Im Koordinatensystem ergibt eine antiproportionale Zuordnung keine Gerade, sondern eine gekrümmte Kurve, die Hyperbel heißt.

Zuordnungen stellst du am übersichtlichsten in einer Wertetabelle dar. In die erste Zeile schreibst du die Ausgangsgröße, in die zweite die zugeordnete Größe. Um zu prüfen, welche Art vorliegt, rechnest du für jedes Wertepaar den Quotienten und das Produkt aus. Ist der Quotient in allen Spalten gleich, ist die Zuordnung proportional. Ist das Produkt überall gleich, ist sie antiproportional. Trifft keines zu, ist sie keins von beiden.

b = 1+2+1
Proportionale Zuordnungen liegen auf einer Geraden durch den Nullpunkt. Hat die Gerade einen Startwert wie hier, ist sie nicht proportional.
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Proportional oder antiproportional?

Beide Zuordnungen löst du mit dem Dreisatz. Entscheidend ist, ob du beim Rückschluss auf eine Einheit teilst oder multiplizierst. Bei der proportionalen Zuordnung teilst du beide Seiten durch dieselbe Zahl, bei der antiproportionalen teilst du die eine Seite und multiplizierst die andere.

Überlege vor jeder Rechnung, was passiert, wenn du die eine Größe verdoppelst. Wird die andere doppelt so groß, ist die Zuordnung proportional. Wird sie halb so groß, ist sie antiproportional. Diese Frage beantwortest du meist schon aus dem Sachzusammenhang, ohne zu rechnen.

Proportional

Zum Doppelten gehört das Doppelte. Der Quotient beider Größen ist konstant.

Beispiele

  • 3 kg Äpfel kosten 6 €, also kosten 6 kg 12 €.
  • Ein Auto fährt mit gleicher Geschwindigkeit in 2 h 160 km, in 3 h 240 km.

Signalwörter

  • je mehr, desto mehr – gleichmäßig
  • Preis pro Stück
  • Quotient bleibt gleich
  • Gerade durch den Ursprung

Antiproportional

Zum Doppelten gehört die Hälfte. Das Produkt beider Größen ist konstant.

Beispiele

  • 4 Pumpen leeren ein Becken in 6 h, 8 Pumpen in 3 h.
  • Ein Vorrat reicht 10 Personen 6 Tage, 20 Personen 3 Tage.

Signalwörter

  • je mehr, desto weniger
  • Arbeit wird aufgeteilt
  • Produkt bleibt gleich
  • Vorrat reicht für
BeispielVerdopplung der 1. GrößeKonstant bleibtArt
3 kg Äpfel kosten 6 €6 kg kosten 12 €Quotient (Preis pro kg)proportional
4 Pumpen leeren Becken in 6 h8 Pumpen brauchen 3 hProdukt (Pumpen mal Stunden)antiproportional
Auto fährt in 2 h 160 km4 h: 320 kmQuotient (km pro Stunde)proportional
Proportional oder antiproportional – vier Beispiele
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Beispiel 1: Eine antiproportionale Aufgabe lösen

5 Arbeiter brauchen für einen Zaun 12 Stunden. Wie lange brauchen 3 Arbeiter?

Gegeben:

  • 5 Arbeiter – 12 h

Gesucht:

Zeit für 3 Arbeiter

Lösung:

  1. Art bestimmen: Weniger Arbeiter brauchen länger, die Zuordnung ist antiproportional.
  2. Gesamtarbeit als Produkt: 5 · 12 = 60 Arbeiterstunden
  3. 1 Arbeiter braucht allein alle 60 h
  4. 3 Arbeiter teilen sich die Arbeit: 60/3 = 20 h
  5. Probe über das Produkt: 3 · 20 = 60, es bleibt gleich

3 Arbeiter brauchen 20 Stunden. Weniger Arbeiter brauchen länger – typisch antiproportional. Das Produkt aus Arbeitern und Stunden ist in beiden Fällen 60, damit ist das Ergebnis bestätigt. Hättest du proportional gerechnet, kämen 7,2 Stunden heraus, also weniger Zeit für weniger Arbeiter, was nicht sein kann.

Der Dreisatz über das Produkt löst jede antiproportionale Aufgabe in fünf Schritten.
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Beispiel 2: Eine proportionale Aufgabe mit dem Dreisatz

8 Liter Farbe kosten 56 €. Wie viel kosten 5 Liter derselben Farbe?

Gegeben:

  • 8 l – 56 €

Gesucht:

Preis für 5 l

Lösung:

  1. Art bestimmen: Mehr Farbe kostet mehr, und doppelte Menge kostet doppelt so viel – die Zuordnung ist proportional.
  2. Auf 1 Liter schließen: 56 € : 8 = 7 € pro Liter.
  3. Auf 5 Liter schließen: 7 € · 535 €.
  4. Probe über den Quotienten: 35 € : 5 l = 7 €/l, derselbe Wert wie 56 € : 8 l.

5 Liter Farbe kosten 35 €. Der Quotient aus Preis und Menge bleibt bei jeder Menge 7 €/l, das bestätigt die proportionale Zuordnung und das Ergebnis.

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Typische Fehler

Der häufigste Fehler ist, jede wachsende Zuordnung automatisch für proportional zu halten, nach dem Muster „je mehr, desto mehr“. Ein Taxi mit Grundgebühr wird zwar mit jedem Kilometer teurer, aber doppelt so weit kostet nicht doppelt so viel, weil die Grundgebühr immer dazukommt. Solche Zuordnungen mit einem Startwert sind weder proportional noch antiproportional, auch wenn sie auf den ersten Blick ähnlich aussehen.

Ein zweiter Fehler ist, bei antiproportionalen Aufgaben trotzdem mit dem proportionalen Dreisatz zu rechnen, also einfach zu multiplizieren statt zu dividieren. Wer bei „5 Arbeiter, 12 Stunden, wie lange brauchen 3 Arbeiter“ einfach im gleichen Verhältnis weiterrechnet, kommt auf 7,2 Stunden – weniger Arbeiter würden also angeblich schneller fertig sein, was inhaltlich unmöglich ist. Überlege deshalb immer zuerst inhaltlich, ob weniger von der einen Größe mehr oder weniger von der anderen bedeutet.

Ein dritter Fehler ist die Verwechslung von Quotient und Produkt beim Prüfen. Manche Schüler rechnen bei jeder Zuordnung nur den Quotienten aus und übersehen, dass er sich ändert, obwohl das Produkt konstant bleibt. Rechne im Zweifel beides aus und vergleiche, welcher der beiden Werte in der Wertetabelle wirklich überall gleich ist.

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Alltagsbezug: Wo dir Zuordnungen begegnen

Proportionale Zuordnungen triffst du beim Einkaufen ständig: Je mehr Kilogramm Obst du kaufst, desto mehr bezahlst du, immer im gleichen Verhältnis zum Kilopreis. Auch Rezepte funktionieren proportional – verdoppelst du die Personenzahl, verdoppelst du auch jede Zutatenmenge. Kraftstoffverbrauch bei gleichbleibender Geschwindigkeit und der Verdienst bei Stundenlohn folgen demselben Muster.

Antiproportionale Zuordnungen findest du überall dort, wo sich eine feste Gesamtmenge auf mehrere Beteiligte verteilt. Je mehr Kassen in einem Supermarkt geöffnet sind, desto kürzer wird die Wartezeit pro Kunde. Je mehr Personen sich die Kosten einer Ferienwohnung teilen, desto weniger zahlt jeder Einzelne. Auch bei einer Reise gilt: Fährst du mit doppelter Geschwindigkeit, brauchst du nur die halbe Zeit für dieselbe Strecke.

Für die Klassenarbeit hilft es, die Sachaufgabe zuerst in eigenen Worten zusammenzufassen: Wird die zweite Größe größer oder kleiner, wenn die erste größer wird? Erst danach entscheidest du dich für den passenden Rechenweg. Diese kurze Überlegung verhindert die meisten Fehler zuverlässiger als reines Formelwissen.

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zum Wiederholen vor der Klassenarbeit.
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Jetzt bist du dran!

Aufgabe 1 von 3

Welche Zuordnung ist antiproportional?

Welche Zuordnung ist antiproportional?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Proportional: zum Doppelten gehört das Doppelte, der Quotient bleibt gleich.
  • Antiproportional: zum Doppelten gehört die Hälfte, das Produkt bleibt gleich.
  • Nicht jedes „je mehr, desto mehr“ ist proportional – ein Startwert wie eine Grundgebühr zerstört die Proportionalität.
  • Proportionale Zuordnungen bilden eine Gerade durch den Ursprung.
  • Beide Arten löst du mit dem Dreisatz über den Wert für eine Einheit.

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Häufige Fragen zu Proportionale und antiproportionale Zuordnungen

Wie erkenne ich, ob eine Zuordnung proportional ist?
Teile in der Wertetabelle für jedes Paar den zweiten Wert durch den ersten. Kommt jedes Mal dieselbe Zahl heraus, ist die Zuordnung proportional. Kosten 2 kg 5 € und 4 kg 10 €, ist der Quotient beide Male 2,50 €. Im Diagramm erkennst du sie an einer Geraden, die genau durch den Nullpunkt geht.
Was ist der Unterschied zwischen proportional und antiproportional?
Bei proportionalen Zuordnungen wachsen beide Größen im gleichen Verhältnis, der Quotient bleibt gleich. Bei antiproportionalen wird die eine Größe kleiner, wenn die andere wächst, und das Produkt bleibt gleich. Einkauf und Preis ist proportional, Anzahl der Helfer und benötigte Zeit ist antiproportional.
Wie sieht eine antiproportionale Zuordnung im Koordinatensystem aus?
Sie ergibt keine Gerade, sondern eine gekrümmte Kurve, die Hyperbel heißt. Die Kurve fällt zuerst steil und dann immer flacher ab und berührt die Achsen nie. Das liegt daran, dass das Produkt der beiden Werte gleich bleibt: Wird der eine Wert sehr groß, wird der andere sehr klein, aber nie null.
Ist jede Zuordnung entweder proportional oder antiproportional?
Nein, viele Zuordnungen sind keins von beiden. Ein Handytarif mit Grundgebühr, das Alter und die Körpergröße oder die Temperatur im Tagesverlauf folgen keiner der beiden Regeln. Deshalb solltest du immer nachrechnen, ob Quotient oder Produkt tatsächlich gleich bleiben, statt dich nur auf das Gefühl zu verlassen.
Was ist der Proportionalitätsfaktor?
Der Proportionalitätsfaktor ist der feste Quotient einer proportionalen Zuordnung, also der Wert für eine Einheit. Kosten 5 Brötchen 2 €, ist der Faktor 0,40 € pro Brötchen. Mit ihm kannst du jeden fehlenden Wert direkt berechnen, indem du die Menge mit dem Faktor multiplizierst. In der Funktionenlehre heißt er später Steigung.
Wie löst man Aufgaben zu antiproportionalen Zuordnungen mit dem Dreisatz?
Du bildest zuerst das Produkt aus den beiden gegebenen Werten, zum Beispiel Arbeiter mal Stunden. Dieses Produkt bleibt bei jeder antiproportionalen Zuordnung gleich. Anschließend teilst du das Produkt durch die neue Anzahl, um den gesuchten Wert zu erhalten. Zur Kontrolle rechnest du am Ende noch einmal das Produkt aus den neuen Werten aus – es muss genau dieselbe Zahl ergeben.
Woran erkenne ich eine Zuordnung in einer Textaufgabe?
Überlege, was mit der zweiten Größe passiert, wenn sich die erste verdoppelt. Wächst sie im gleichen Verhältnis mit, etwa bei Preis und Menge, ist die Zuordnung proportional. Wird sie stattdessen halbiert, wie bei Arbeitern und benötigter Zeit, ist sie antiproportional. Passt keines von beiden, etwa weil ein fester Grundbetrag dazukommt, ist die Zuordnung weder proportional noch antiproportional.
Was bedeutet Hyperbel bei antiproportionalen Zuordnungen?
Die Hyperbel ist die typische Kurvenform, die entsteht, wenn du eine antiproportionale Zuordnung in ein Koordinatensystem zeichnest. Sie fällt zunächst steil ab und wird dann immer flacher, ohne die Achsen jemals zu berühren. Das liegt daran, dass das Produkt beider Werte konstant bleibt: Wird ein Wert riesig groß, wird der andere winzig klein, aber niemals null.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

Das kommt als Nächstes