used to
used to beschreibt Gewohnheiten und Zustände aus der Vergangenheit, die heute nicht mehr gelten. In dieser Lektion lernst du die Bildung mit der Grundform, die Verneinung mit didn't use to und die Abgrenzung zur ähnlich klingenden Wendung to be used to.
- Fach: Englisch
- Klasse 7
- Thema: Grammatik
- Dauer: 16 Min
- Niveau: Mittel
Wie du über frühere Gewohnheiten sprichst
Wenn du erzählst, dass du als kleines Kind jeden Tag im Garten gespielt hast, heute aber nicht mehr, brauchst du im Englischen used to: „I used to play in the garden every day.“ used to beschreibt eine Gewohnheit oder einen Zustand, die in der Vergangenheit über einen längeren Zeitraum galten und heute nicht mehr zutreffen.
Die Bildung ist einfach: used to bleibt für jede Person unverändert, danach folgt die Grundform des Verbs. I used to live, she used to live, they used to live – nirgends ändert sich used to selbst. Es gibt weder ein zusätzliches -s noch eine andere Form, egal welches Subjekt davorsteht.
used to eignet sich sowohl für wiederholte Handlungen als auch für Zustände, die früher galten: „We used to go camping every summer“ (wiederholte Handlung) und „There used to be a cinema here“ (Zustand, der nicht mehr existiert). Diese Doppelfunktion unterscheidet used to von will und would, die eher für Handlungen stehen.
Besonders deutlich wird used to durch den Kontrast zur Gegenwart, der oft im gleichen Satz oder im nächsten Satz mitgeliefert wird: „I used to smoke, but I quit two years ago“ oder „She used to be shy, but now she loves speaking in public.“ Dieser Kontrast ist der eigentliche Sinn der Konstruktion.
used to oder to be used to?
Eine häufige Verwechslung entsteht, weil es im Englischen zwei sehr ähnlich klingende, aber völlig verschiedene Konstruktionen gibt: used to (für vergangene Gewohnheiten) und to be used to (für Gewöhnung an etwas, in jeder Zeitform möglich).
used to steht immer ohne be und beschreibt, was früher regelmäßig geschah, heute aber nicht mehr: „I used to live in Berlin.“ to be used to dagegen enthält eine Form von be, kann in jeder Zeit stehen und bedeutet, an etwas gewöhnt zu sein, meist gefolgt von einem Nomen oder einer -ing-Form: „I am used to getting up early“ (ich bin es gewöhnt, früh aufzustehen).
Der grammatische Unterschied ist entscheidend: Nach used to (Vergangenheitsgewohnheit) folgt die Grundform des Verbs, nach to be used to folgt entweder ein Nomen oder ein Verb mit -ing, niemals die reine Grundform.
used to + Grundform
Vergangene Gewohnheit oder Zustand, der heute nicht mehr gilt.
Beispiele
- I used to play the piano.
- She used to live in Spain.
- There used to be a shop here.
Signalwörter
- when I was young
- as a child
- in the past
- Kontrast zu heute
to be used to + -ing/Nomen
An etwas gewöhnt sein, in jeder Zeitform möglich, nicht nur Vergangenheit.
Beispiele
- I am used to getting up early.
- She is used to the noise now.
- We were used to hot summers.
Signalwörter
- be am/is/are/was/were
- gefolgt von Nomen oder -ing
| Merkmal | used to | to be used to |
|---|---|---|
| Bedeutung | frühere Gewohnheit, vorbei | Gewöhnung an etwas, aktuell |
| Zeitform | nur Vergangenheit | jede Zeitform möglich |
| danach folgt | Grundform des Verbs | Nomen oder -ing-Form |
Aussage, Frage und Verneinung bilden
Bilde aus „he / play / football / every weekend / as a child“ eine Aussage, eine Frage und eine Verneinung mit used to.
Gegeben:
- Kontext: als Kind, heute nicht mehr
- Verb: play – Grundform
Gesucht:
drei Satzarten mit used toLösung:
- Aussage: Subjekt plus used to plus Grundform – He used to play football every weekend.
- Frage: did nach vorne, use to ohne d – Did he use to play football every weekend?
- Verneinung: didn't use to, ebenfalls ohne d – He didn't use to play football, he preferred basketball.
In Frage und Verneinung übernimmt did/didn't die Vergangenheit, deshalb verliert used sein d und wird zu use. Dieses fehlende d ist der wichtigste Stolperstein bei used to.
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist die Verwendung des d in Frage und Verneinung: „Did you used to live here?“ und „I didn't used to like coffee“ sind beide falsch. Nach did und didn't fällt das d weg, weil did die Vergangenheit schon anzeigt: Did you use to live here? I didn't use to like coffee.
Ein zweiter Fehler ist der Versuch, used to in der Gegenwart zu benutzen: „I use to play football“ als Aussage über eine aktuelle Gewohnheit gibt es nicht. Für aktuelle Gewohnheiten benutzt du das simple present, nicht used to.
Ein dritter Fehler ist die Verwechslung mit to be used to: „I am used to play early“ ist falsch, weil nach to be used to eine -ing-Form oder ein Nomen stehen muss, nicht die Grundform: I am used to playing early.
Ein vierter Fehler ist es, used to für einmalige Ereignisse zu verwenden: „I used to visit Paris last year“ ist falsch, weil ein einmaliges Ereignis mit genanntem Zeitpunkt einfach simple past braucht: I visited Paris last year.
Tipps für die Klassenarbeit
Präge dir besonders die Frage- und Verneinungsform ein, weil das fehlende d dort der klassische Prüfungsstolperstein ist: Did you use to …? I didn't use to … Beide ohne d nach use.
Prüfe bei jeder Aufgabe, ob es um eine wiederholte Gewohnheit oder einen dauerhaften Zustand aus der Vergangenheit geht, der heute nicht mehr gilt. Nur dann passt used to. Geht es um ein einmaliges Ereignis, ist simple past richtig.
Übe den Unterschied zu to be used to gezielt mit Beispielsätzen zu deinem eigenen Alltag: „I am used to walking to school“ (Gewöhnung) gegenüber „I used to walk to school when I was younger“ (vergangene Gewohnheit, heute anders).
Als Alternative zu used to kannst du in Erzähltexten auch would für wiederholte Handlungen benutzen (nicht für Zustände): „Every summer, we would go camping.“ Für Zustände bleibt aber immer used to nötig: „There used to be a lake here“, nicht „there would be a lake“.
Jetzt bist du dran
Welcher Satz ist richtig?
Noch nicht. Nach did steht die reine Grundform use ohne d, weil did die Vergangenheit schon anzeigt: Did you use to live in London?
Das Wichtigste in Kürze
- used to bildest du mit used to plus Grundform, für alle Personen gleich.
- used to beschreibt vergangene Gewohnheiten oder Zustände, die heute nicht mehr gelten.
- In Frage und Verneinung fällt das d weg: Did you use to …? I didn't use to …
- to be used to + -ing/Nomen bedeutet dagegen, an etwas gewöhnt zu sein, und ist zeitlich frei.
- Für einmalige Ereignisse mit festem Zeitpunkt bleibt simple past die richtige Zeitform.
- Typischer Fehler: „Did you used to …?“ statt richtig „Did you use to …?“
Lektion abschließen
Schließe alle Aufgaben ab, um diese Lektion zu beenden.
Häufige Fragen zu used to
- Wie bildet man used to?
- used to steht vor der Grundform des Verbs und bleibt für alle Personen unverändert: I used to play, she used to play, they used to play. Es beschreibt eine Gewohnheit oder einen Zustand aus der Vergangenheit, der heute nicht mehr zutrifft.
- Wie bildet man Fragen und Verneinungen mit used to?
- Du benutzt did beziehungsweise didn't, und use verliert dabei sein d: Did you use to live here? I didn't use to like coffee. Das fehlende d nach did/didn't ist der wichtigste Punkt, den du dir bei used to merken solltest.
- Was ist der Unterschied zwischen used to und to be used to?
- used to beschreibt eine vergangene Gewohnheit, die vorbei ist, und steht nur in der Vergangenheit vor der Grundform: I used to smoke. to be used to bedeutet, an etwas gewöhnt zu sein, kann in jeder Zeitform stehen und wird von einem Nomen oder einer -ing-Form gefolgt: I am used to getting up early.
- Kann man used to auch für Zustände benutzen?
- Ja, used to beschreibt sowohl wiederholte Handlungen als auch Zustände, die früher galten: There used to be a cinema here, she used to be very shy. Damit unterscheidet sich used to von would, das nur für wiederholte Handlungen steht, nicht für Zustände.
- In welcher Klasse lernt man used to?
- used to wird meist in Klasse 7 eingeführt, nachdem simple past und past progressive bereits sicher beherrscht werden, weil used to den Kontrast zwischen früher und heute besonders deutlich ausdrückt.
- Kann man used to und would gleichbedeutend benutzen?
- Nur teilweise: would kann wiederholte Handlungen aus der Vergangenheit ersetzen, zum Beispiel Every summer we would go camping statt used to go. Für Zustände funktioniert das aber nicht, dort bleibt used to nötig: There used to be a lake here, nicht there would be a lake.
- Warum heißt es Did you use to und nicht Did you used to?
- did zeigt die Vergangenheit bereits an, deshalb steht danach immer die Grundform des Verbs, hier use ohne d. Ein zusätzliches d nach did würde die Vergangenheit doppelt markieren, ähnlich wie bei anderen Verben nach did.
- Wie übt man used to am effektivsten?
- Am besten mit eigenen Sätzen über deine Kindheit, die einen klaren Kontrast zu heute enthalten: „I used to be afraid of the dark, but I'm not anymore.“ So verinnerlichst du gleichzeitig die Form und den typischen Gebrauch mit Kontrast.
Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.