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Adjektive steigern: comparative und superlative

Wann heißt es „bigger“ und wann „more interesting“? In dieser Lektion lernst du, wie du englische Adjektive nach der Silbenzahl steigerst, welche Schreibregeln dabei gelten und wie du mit than und the einen Vergleich richtig aufbaust.

  • Fach: Englisch
  • Klasse 6
  • Thema: Grammatik
  • Dauer: 14 Min
  • Niveau: Mittel
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Zwei Wege zur Steigerung

Adjektive beschreiben, wie etwas ist: big, small, interesting, expensive. Wenn du zwei Dinge vergleichst, brauchst du die erste Steigerungsstufe, den comparative: „My bag is bigger than yours.“ Willst du sagen, dass etwas an der Spitze steht, nimmst du die zweite Stufe, den superlative: „This is the biggest bag in the shop.“ Vor dem superlative steht fast immer the, weil es nur einen Spitzenreiter geben kann.

Anders als im Deutschen, wo man alles mit -er und -sten steigert, hat das Englische zwei Wege. Kurze Adjektive bekommen die Endungen -er und -est: cheap – cheaper – the cheapest. Lange Adjektive werden mit more und most umschrieben: expensive – more expensive – the most expensive. Entscheidend ist die Silbenzahl: Einsilbige Adjektive nehmen immer die Endung, Adjektive mit drei oder mehr Silben immer more und most. Zweisilbige gehören zur Endung, wenn sie auf -y enden (happy – happier), sonst meist zu more.

Bei den Endungen gelten dieselben Schreibregeln wie sonst: nice wird nicer, weil das stumme -e schon da ist; happy wird happier, weil Konsonant plus -y zu -ier wird; big wird bigger, weil bei betontem Vokal plus einzelnem Konsonanten verdoppelt wird. Dazu kommen vier unregelmäßige Formen, die du auswendig brauchst: good – better – the best, bad – worse – the worst, much/many – more – the most, little – less – the least. Der typische Fehler ist die doppelte Steigerung wie „more bigger“ oder „the most easiest“ – entweder Endung oder more/most, nie beides.

Für Vergleiche ohne Steigerung gibt es as … as. Damit sagst du, dass zwei Dinge gleich sind: „Tom is as tall as his father.“ Verneint wird daraus ein Unterschied: „The film was not as good as the book.“ Zwischen den beiden as steht immer die Grundform, nie der comparative. Ein weiterer häufiger Fehler betrifft than und then: than bedeutet „als“ im Vergleich, then bedeutet „dann“. „She is older then me“ ist also falsch. Im Alltag sagt man nach than übrigens meist me, him oder her, also „older than me“.

Auch bei mehrsilbigen Adjektiven mit unklarer Silbenzahl hilft ein Blick auf die Endung: Adjektive auf -ful, -ous, -ing oder -ed wie careful, dangerous, boring oder tired werden praktisch immer mit more und most gesteigert, auch wenn sie nur zwei Silben haben. Ein Adjektiv wie clever kann dagegen sowohl cleverer als auch more clever gesteigert werden, beide Formen sind im britischen Englisch üblich. Solche Zweifelsfälle solltest du dir bewusst machen, damit dich eine Klassenarbeit nicht überrascht.

Vom Adjektiv zu comparative und superlative: sechs Schritte vom Silbenzählen bis zum fertigen Vergleichssatz.
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Kurzes oder langes Adjektiv?

Zähle die Silben, bevor du steigerst. Ein oder zwei Silben mit -y am Ende bedeuten Endung, drei oder mehr Silben bedeuten more und most. Nur bei zweisilbigen Adjektiven ohne -y gibt es Schwankungen, dort ist more meist die sichere Wahl.

Beim Vergleich selbst hilft ein zweites Signal: Steht than im Satz, brauchst du den comparative. Steht the vor dem Adjektiv oder eine Angabe wie „in the class“ oder „of all“, ist der superlative gefragt.

-er / -est

Einsilbige Adjektive und zweisilbige auf -y.

Beispiele

  • This book is cheaper than that one.
  • Today is the hottest day of the year.
  • She looks happier than yesterday.

Signalwörter

  • eine Silbe
  • Endung -y
  • than
  • the … est
  • of the year

more / most

Adjektive mit drei oder mehr Silben und die meisten zweisilbigen ohne -y.

Beispiele

  • Chess is more difficult than checkers.
  • That was the most interesting film of all.
  • This road is more dangerous than the old one.

Signalwörter

  • drei Silben oder mehr
  • Endung -ing, -ed, -ful, -ous
  • than
  • the most …
  • of all
AdjektivComparativeSuperlative
cheap (kurz)cheaperthe cheapest
happy (auf -y)happierthe happiest
expensive (lang)more expensivethe most expensive
good (unregelmäßig)betterthe best
Comparative und superlative im Überblick
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Zwei Adjektive steigern

Steigere „big“ und „expensive“ und baue je einen Vergleichssatz.

Gegeben:

  • big – eine Silbe
  • expensive – drei Silben

Gesucht:

comparative und superlative

Lösung:

  1. big ist einsilbig, also Endung; betonter Vokal plus einzelner Konsonant, also Verdopplung: bigger – the biggest.
  2. expensive hat drei Silben, also Umschreibung: more expensive – the most expensive.
  3. Vergleichssätze bauen: My room is bigger than yours. / This is the most expensive bike in the shop.

big – bigger – the biggest und expensive – more expensive – the most expensive. Im Vergleich steht than, vor dem superlative steht the.

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Typische Fehler deutscher Lernender

Der häufigste Fehler ist, wie oben beschrieben, die doppelte Steigerung. Sie entsteht meist aus Unsicherheit: Wer nicht sicher weiß, ob ein Adjektiv kurz oder lang ist, hängt sicherheitshalber beides an. Verlässlicher ist es, die Silbenzahl wirklich zu zählen, statt zu raten.

Ein zweiter Fehler betrifft die unregelmäßigen Formen. Viele Lernende bilden „gooder“ oder „bester“ nach dem deutschen Muster, obwohl good im Englischen unregelmäßig zu better und the best wird. Auch bad – worse – the worst wird oft mit „badder“ verwechselt. Diese vier Formen (good, bad, much/many, little) solltest du auswendig können, weil keine Regel sie erklärt.

Ein dritter Fehler ist die falsche Schreibweise bei der Endung: fatter statt „fater“, weil f einen kurzen Vokal a hat und der letzte Konsonant verdoppelt wird. Bei nice fällt dagegen kein Buchstabe weg, sondern nur das stumme e bleibt erhalten: nicer, nicht „niceer“. Zuletzt verwechseln viele than und then, weil beide Wörter fast gleich klingen – than gehört zum Vergleich, then zur Zeit.

Die wichtigsten Regeln zur Steigerung auf einen Blick, zum Nachschlagen vor der Klassenarbeit.
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Tipps für die Klassenarbeit

Lies dir vor der Steigerung das Adjektiv laut vor und klopfe die Silben mit den Fingern mit. Das dauert nur eine Sekunde und verhindert die meisten Fehler bei der Wahl zwischen Endung und more/most. Schreibe dir außerdem die vier unregelmäßigen Formen good, bad, much/many und little auf eine Karteikarte und wiederhole sie regelmäßig, denn sie werden in Klassenarbeiten besonders gern abgefragt.

Bei Lückentextaufgaben hilft ein Blick auf den Rest des Satzes: Steht than dahinter, brauchst du garantiert den comparative. Steht the davor oder eine Angabe mit in oder of dahinter, brauchst du den superlative. Prüfe am Ende noch einmal die Schreibregeln: Verdopplung bei kurzem Vokal plus einem Konsonanten, y wird zu i nach einem Konsonanten, stummes e fällt weg.

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Jetzt bist du dran

Aufgabe 1 von 3

Welcher Satz ist richtig?

Welcher Satz ist richtig?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Comparative vergleicht zwei Dinge, superlative nennt den Spitzenreiter.
  • Kurze Adjektive: -er und -est. Lange Adjektive: more und most.
  • Schreibregeln: nice – nicer, happy – happier, big – bigger.
  • Unregelmäßig: good – better – best, bad – worse – worst, much – more – most.
  • Typischer Fehler: doppelte Steigerung wie „more bigger“ – entweder Endung oder more.

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Häufige Fragen zu Adjektive steigern: comparative und superlative

Wann steigert man mit -er und wann mit more?
Entscheidend ist die Silbenzahl. Einsilbige Adjektive bekommen -er und -est: small – smaller – the smallest. Zweisilbige auf -y ebenfalls: funny – funnier – the funniest. Adjektive mit drei oder mehr Silben und die meisten zweisilbigen ohne -y werden mit more und most gesteigert: modern – more modern, beautiful – the most beautiful.
Wie heißen die unregelmäßigen Steigerungsformen im Englischen?
Die wichtigsten sind good – better – the best, bad – worse – the worst, much und many – more – the most sowie little – less – the least. Dazu kommt far mit farther oder further und the farthest oder the furthest. Diese Formen musst du auswendig lernen, weil sie keiner Regel folgen. In Klassenarbeiten werden sie besonders gern abgefragt.
Warum ist „more better“ falsch?
Better ist bereits der comparative von good. Wenn du zusätzlich more davorsetzt, steigerst du doppelt, und das ist im Englischen nie erlaubt. Dasselbe gilt für „more bigger“ oder „the most easiest“. Du entscheidest dich immer für genau einen Weg: entweder die Endung -er/-est oder die Umschreibung mit more/most, bei unregelmäßigen Adjektiven für die eigene Form.
Was ist der Unterschied zwischen than und then?
Than brauchst du beim Vergleich, es bedeutet „als“: „My brother is taller than me.“ Then ist ein Zeitwort und bedeutet „dann“ oder „damals“: „We had lunch, then we went home.“ Weil beide ähnlich klingen, werden sie oft verwechselt. Merke: Steht ein comparative davor, kommt immer than.
Wann steht the vor dem Superlativ?
Vor dem superlative steht fast immer the, weil etwas an der Spitze einer Gruppe steht und es davon nur eins gibt: „the best player in the team“, „the most expensive car of all“. Oft folgt eine Angabe mit in oder of, die die Gruppe nennt. Ohne the ist ein Superlativ in Klassenarbeiten meist ein Fehler.
Wie steigert man Adjektive mit zwei Silben?
Zweisilbige Adjektive sind der Zweifelsfall im Englischen. Enden sie auf -y, nimmst du die Endung: happy – happier – the happiest, easy – easier – the easiest. Enden sie auf -ful, -ous, -ing oder -ed, nimmst du more und most: careful – more careful, boring – more boring. Bei wenigen Wörtern wie clever oder quiet sind beide Formen erlaubt, more clever und cleverer gelten beide als richtig.
Was bedeutet as ... as im Vergleich?
As ... as drückt aus, dass zwei Dinge gleich sind, ohne dass eine Steigerung nötig ist: „Tom is as tall as his father“ heißt, beide sind gleich groß. Zwischen den beiden as steht immer die Grundform des Adjektivs, nie der comparative. Verneint wird daraus ein Unterschied: „The film was not as good as the book“ heißt, der Film war schlechter als das Buch.
Gibt es im Englischen einen Elativ ohne Vergleich?
Ja, das nennt man einen absoluten Superlativ und drückt eine sehr hohe Eigenschaft ohne echten Vergleich aus, etwa „a most interesting book“ im Sinne von „ein höchst interessantes Buch“. Das ist selten und gehört nicht zum Standardstoff der Mittelstufe. In Klassenarbeiten wird fast immer der normale Vergleich mit than oder the abgefragt, nicht diese besondere Form.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

Das kommt als Nächstes