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Laborgeräte Chemie: Namen, Aufgaben und Bunsenbrenner

Laborgeräte in der Chemie sind die Werkzeuge, mit denen du Stoffe abmisst, mischst, erhitzt und beobachtest, und jedes Gerät hat dafür eine feste Aufgabe. In dieser Lektion lernst du die wichtigsten Geräte mit Namen kennen, siehst, wofür man sie einsetzt, und übst den Umgang mit dem Bunsenbrenner und die Regeln der Laborsicherheit.

  • Fach: Chemie
  • Klasse 7
  • Thema: Stoffe und Eigenschaften
  • Dauer: 16 Min
  • Niveau: Einfach
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Laborgeräte Chemie im Überblick

Laborgeräte in der Chemie sind Gefäße und Hilfsmittel, die für das sichere Arbeiten mit Stoffen gebaut wurden. Du brauchst sie, weil ein Experiment nur dann aussagekräftig ist, wenn du Mengen messen, Stoffe kontrolliert erhitzen und Beobachtungen genau festhalten kannst. Ein Küchenglas kann das nicht, ein Laborgerät schon.

Die meisten Gefäße bestehen aus Borosilicatglas. Dieses Glas hält Hitze und plötzliche Temperaturwechsel viel besser aus als normales Glas und reagiert kaum mit den Stoffen, die du hineinfüllst. Daneben gibt es Hilfsgeräte aus Metall, Porzellan und Kunststoff, etwa Stative, Zangen und Abdampfschalen.

Am besten ordnest du die Geräte nach ihrer Aufgabe: Es gibt Gefäße zum Aufbewahren und Mischen, Messgeräte für Volumen und Masse, Wärmequellen mit Zubehör und Halte- und Trennwerkzeuge. Wer zuerst die Aufgabe kennt, behält den Namen leichter, denn viele Bezeichnungen beschreiben die Form oder den Zweck.

GruppeGeräteAufgabe
GefäßeReagenzglas, Becherglas, Erlenmeyerkolben, RundkolbenStoffe mischen, lösen, erhitzen, aufbewahren
MessgeräteMesszylinder, Pipette, Bürette, WaageVolumen und Masse bestimmen
WärmequellenBunsenbrenner, Dreifuß, DrahtnetzStoffe erhitzen
HaltegeräteStativ, Klemme, Tiegelzange, ReagenzglashalterGeräte sicher festhalten
HilfsmittelTrichter, Spatel, Glasstab, UhrglasUmfüllen, Rühren, Abdecken
Gruppen von Laborgeräten und typische Vertreter
Wichtige Laborgeräte der Chemie mit ihrer Aufgabe.
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Laborgeräte Chemie: Glasgeräte zum Messen und Mischen

Das Reagenzglas ist das einfachste Gefäß. Du füllst darin kleine Mengen, schüttelst oder erhitzt sie. Es steht nicht von selbst, deshalb gehört es in einen Reagenzglasständer. Beim Erhitzen gilt: höchstens zu einem Drittel füllen und nur mit dem Reagenzglashalter anfassen.

Das Becherglas ist breit und hat einen Ausguss. Es eignet sich zum Lösen, Mischen und Erwärmen im Wasserbad. Die aufgedruckte Skala ist aber nur grob, ihre Abweichung kann mehrere Milliliter betragen. Der Erlenmeyerkolben hat einen schmalen Hals. Darin kannst du Flüssigkeiten schwenken, ohne dass etwas herausspritzt, und es verdunstet weniger.

Zum genauen Abmessen von Flüssigkeiten verwendest du den Messzylinder. Du liest das Volumen auf Augenhöhe am unteren Rand der gekrümmten Flüssigkeitsoberfläche ab, dem Meniskus. Noch genauer arbeiten Messkolben, Pipette und Bürette, die du später bei Lösungen und der Titration kennenlernst. Zum Umfüllen helfen Trichter und Glasstab, zum Abdecken das Uhrglas.

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Bunsenbrenner richtig bedienen: Schritt für Schritt

Der Bunsenbrenner ist die wichtigste Wärmequelle im Schulalltag. Er mischt Brenngas mit Luft, und das Gemisch verbrennt am oberen Rohrende. Mit der Luftregulierung stellst du ein, wie viel Luft zuströmt, und damit die Flamme.

Vor dem Anzünden setzt du die Schutzbrille auf, bindest lange Haare zusammen und räumst brennbare Dinge weg. Dann schließt du die Luftzufuhr, hältst ein brennendes Streichholz seitlich an das Brennerrohr und öffnest erst danach vorsichtig den Gashahn. So entzündet sich das Gas sofort und sammelt sich nicht an.

Bei geschlossener Luftzufuhr brennt eine gelbe, leuchtende Flamme. Sie rußt und ist weniger heiß, ist aber gut sichtbar und heißt deshalb Sicherheitsflamme. Öffnest du die Luftzufuhr, wird die Flamme blau, rauscht und erreicht deutlich mehr als 1000 °C. Zum Anwärmen reicht die gelbe Flamme, zum kräftigen Erhitzen nimmst du die blaue.

Zum Ausschalten schließt du erst die Luftzufuhr und drehst dann den Gashahn zu. Danach lässt du den Brenner abkühlen, denn das Rohr bleibt noch eine Weile heiß.

MerkmalGelbe FlammeBlaue Flamme
Luftzufuhrgeschlossengeöffnet
Aussehenleuchtend, ruhig, rußendrauschend, kaum sichtbar
Temperaturniedrigerüber 1000 °C
EinsatzAnwärmen, Sicherheitsflamme in Pausenkräftiges Erhitzen, Glühen
Die zwei Flammenarten des Bunsenbrenners
So zündest du den Bunsenbrenner sicher an und stellst ihn wieder aus.
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Beispiel 1: Wasser im Reagenzglas erhitzen

Du sollst etwas Wasser in einem Reagenzglas über dem Bunsenbrenner erwärmen. Beschreibe, wie du sicher vorgehst.

Gegeben:

  • Reagenzglas, Reagenzglashalter, Bunsenbrenner
  • Wasser, Schutzbrille

Gesucht:

Sichere Vorgehensweise beim Erhitzen

Lösung:

  1. Schutzbrille aufsetzen und das Reagenzglas höchstens zu einem Drittel mit Wasser füllen. Dann stellst du den Bunsenbrenner mit gelber Flamme bereit.
  2. Reagenzglas mit dem Halter nahe der Öffnung greifen, schräg in die Flamme halten und ständig leicht bewegen. So erwärmt sich die Flüssigkeit gleichmäßig.
  3. Die Öffnung zeigt immer von dir und von allen anderen Personen weg. Beim Sieden kann heißes Wasser plötzlich hochspritzen, das nennt man Siedeverzug.
  4. Zum Beenden das Reagenzglas aus der Flamme nehmen, im Ständer abstellen und den Brenner ausschalten.

Du hast das Wasser sicher erwärmt: kleine Füllmenge, schräg gehalten, bewegt und mit der Öffnung weg von allen Personen. Diese Regeln gelten für fast jedes Erhitzen im Reagenzglas.

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Beispiel 2: 50 mL Lösung abmessen und mischen

Du sollst 50 mL Wasser abmessen, darin einen Spatel Kochsalz lösen und die Lösung im Erlenmeyerkolben schwenken. Wähle die passenden Geräte.

Gegeben:

  • Messzylinder (100 mL), Becherglas, Erlenmeyerkolben
  • Spatel, Glasstab, Kochsalz

Gesucht:

Passende Geräte für jeden Schritt

Lösung:

  1. Wasser mit dem Messzylinder abmessen: auf Augenhöhe bis zum unteren Meniskus bei 50 mL füllen, die letzten Tropfen mit der Pipette ergänzen.
  2. Das Wasser ins Becherglas gießen, mit dem Spatel Kochsalz zugeben und mit dem Glasstab rühren, bis alles gelöst ist.
  3. Die Lösung in den Erlenmeyerkolben umfüllen, bei Bedarf mit dem Trichter, und vorsichtig schwenken.
  4. Zum Schluss alle Geräte reinigen und zurückstellen.

Der Messzylinder liefert die genaue Menge, das Becherglas dient dem Lösen, der Erlenmeyerkolben dem Schwenken. Du wählst das Gerät nach seiner Aufgabe, nicht nach dem, was gerade am nächsten steht.

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Typische Fehler bei den Laborgeräten

Der häufigste Fehler ist, das falsche Gerät zum Abmessen zu benutzen. Das Becherglas hat zwar eine Skala, doch die dient nur als grober Anhaltspunkt. Wenn es auf die genaue Menge ankommt, nimmst du den Messzylinder, bei höchster Genauigkeit Pipette oder Messkolben.

Ein zweiter Fehler betrifft das Ablesen. Wer von oben oder unten auf den Messzylinder schaut, liest einen falschen Wert ab. Du hältst den Blick auf Höhe der Flüssigkeitsoberfläche und liest den Tiefpunkt des Meniskus ab.

Ein dritter Fehler passiert beim Erhitzen. Viele füllen das Reagenzglas zu voll, halten es gerade in die Flamme oder zeigen mit der Öffnung auf Mitschüler. Dazu kommt, dass heißes Glas genauso aussieht wie kaltes. Fasse deshalb nie ein Gefäß an, das gerade erhitzt wurde, sondern greife mit Halter oder Zange. Auch geschlossene Gefäße dürfen nicht erhitzt werden, weil der Druck sie sprengen kann.

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Laborsicherheit im Alltag

Laborregeln schützen dich und deine Mitschüler. Die Schutzbrille trägst du die ganze Zeit, nicht nur beim Erhitzen, denn Spritzer entstehen schnell. Im Chemieraum wird weder gegessen noch getrunken, und Laborgefäße sind niemals Trinkgefäße, auch wenn sie wie Gläser aussehen.

Gerüche prüfst du, indem du dir mit der Hand etwas Luft zufächelst, und nie mit der Nase direkt über dem Gefäß. Gesprungenes Glas meldest du der Lehrkraft, weil es beim Erhitzen platzen kann. Auf den Gefäßen mit Chemikalien beachtest du die Gefahrensymbole und liest die Hinweise, bevor du den Stoff verwendest.

Die Regeln kennst du aus dem Alltag: Beim Kochen bindest du ebenfalls lange Haare zusammen und benutzt Topflappen für heiße Töpfe. Im Labor ist die Zange der Topflappen. Wenn doch etwas passiert, rufst du sofort die Lehrkraft. Sie kennt den Ablauf bei Verbrennungen, Verätzungen und Schnitten.

Sechs Regeln für sicheres Arbeiten mit Laborgeräten.
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Jetzt bist du dran

Aufgabe 1 von 5

Mit welchem Gerät misst du 50 mL Wasser am genauesten ab?

Mit welchem Gerät misst du 50 mL Wasser am genauesten ab?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Jedes Laborgerät hat eine feste Aufgabe: Gefäße zum Mischen, Messgeräte für Mengen, Brenner zum Erhitzen, Zangen zum Halten.
  • Genaue Volumen misst du mit dem Messzylinder und liest am unteren Meniskus auf Augenhöhe ab, das Becherglas hat nur eine grobe Skala.
  • Beim Bunsenbrenner gilt: erst Streichholz, dann Gas. Gelb ist die Sicherheitsflamme, blau ist heiß und rauschend.
  • Im Reagenzglas höchstens ein Drittel einfüllen, schräg halten, bewegen und die Öffnung von allen Personen wegdrehen.
  • Schutzbrille tragen, nichts essen oder trinken und Heißes nur mit Zange oder Halter anfassen.

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Häufige Fragen zu Laborgeräte Chemie: Namen, Aufgaben und Bunsenbrenner

Welche Laborgeräte gibt es in der Chemie?
Zu den wichtigsten Laborgeräten gehören Reagenzglas, Becherglas, Erlenmeyerkolben, Messzylinder, Pipette, Trichter, Bunsenbrenner, Dreifuß mit Drahtnetz, Stativ, Tiegelzange und Spatel. Du ordnest sie nach der Aufgabe: Gefäße, Messgeräte, Wärmequellen und Haltegeräte.
Was ist der Unterschied zwischen Becherglas und Erlenmeyerkolben?
Das Becherglas ist weit und hat einen Ausguss, du nutzt es zum Lösen und Mischen. Der Erlenmeyerkolben hat einen schmalen Hals, in ihm kannst du schwenken, ohne dass etwas herausspritzt, und es verdunstet weniger. Beide haben nur eine grobe Skala.
Wofür benutzt man einen Bunsenbrenner?
Der Bunsenbrenner erhitzt Stoffe, etwa Wasser im Reagenzglas oder Salz zum Glühen. Er mischt Brenngas mit Luft. Bei geöffneter Luftzufuhr entsteht eine heiße blaue Flamme von über 1000 °C, bei geschlossener eine kühlere gelbe Sicherheitsflamme.
Warum ist die Bunsenbrennerflamme mal gelb und mal blau?
Das hängt von der Luftzufuhr ab. Bei geschlossener Luftzufuhr verbrennt das Gas unvollständig, es entstehen glühende Rußteilchen und die Flamme leuchtet gelb. Mit viel Luft verbrennt das Gas vollständig, die Flamme ist blau, rauscht und ist deutlich heißer.
Wie liest man einen Messzylinder richtig ab?
Stelle den Messzylinder auf den Tisch und bringe dein Auge auf Höhe der Flüssigkeitsoberfläche. Bei Wasser liest du am tiefsten Punkt der gekrümmten Oberfläche ab, dem Meniskus. Von oben oder unten gesehen verschiebt sich die Ablesung und das Ergebnis wird falsch.
Wie voll darf ein Reagenzglas beim Erhitzen sein?
Höchstens zu einem Drittel. So steigt die heiße Flüssigkeit nicht sofort über den Rand, wenn sie siedet. Dazu hältst du das Reagenzglas schräg, bewegst es in der Flamme und richtest die Öffnung von allen Personen weg.
Warum trägt man im Chemieunterricht eine Schutzbrille?
Beim Mischen und Erhitzen können Flüssigkeiten spritzen. Schon kleine Tropfen einer Säure, Lauge oder heißen Lösung können die Augen verletzen. Die Schutzbrille trägst du deshalb während des gesamten Versuchs und auch, wenn du nur zuschaust.
In welcher Klasse lernt man die Laborgeräte kennen?
Die Laborgeräte und der Bunsenbrenner kommen meist in der siebten Klasse zu Beginn des Chemieunterrichts dran. Dazu gehören die Laborregeln und die Gefahrensymbole, denn erst mit diesem Wissen darfst du eigene Experimente durchführen.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.