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Zähne

Ein erwachsener Mensch hat bis zu 32 Zähne, die aus mehreren Schichten aufgebaut sind und ganz unterschiedliche Aufgaben beim Essen übernehmen. In dieser Lektion lernst du den Aufbau eines Zahns, die verschiedenen Zahntypen und den Unterschied zwischen Milch- und Dauergebiss kennen. Dazu kommen typische Fehler bei der Zahnpflege und wie Karies entsteht.

  • Fach: Biologie
  • Klasse 6
  • Thema: Der menschliche Körper
  • Dauer: 18 Min
  • Niveau: Einfach
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Der Aufbau eines Zahns

Ein Zahn besteht aus mehreren Schichten, die von außen nach innen unterschiedlich aufgebaut sind. Ganz außen liegt der Zahnschmelz, das härteste Material im menschlichen Körper. Er schützt den Zahn vor mechanischer Belastung beim Kauen und vor Säuren aus der Nahrung. Zahnschmelz enthält keine lebenden Zellen mehr und kann sich deshalb nicht von selbst erneuern, wenn er einmal beschädigt ist.

Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein, auch Dentin genannt. Es ist weicher als der Schmelz, aber immer noch sehr stabil, und macht den größten Teil der Zahnmasse aus. Im Zahnbein verlaufen feinste Kanälchen, über die Reize wie Kälte, Wärme oder Druck weitergeleitet werden. Deshalb spürst du zum Beispiel kalte Getränke besonders stark, wenn der Zahnschmelz an einer Stelle beschädigt ist und das Zahnbein freiliegt.

Im Inneren des Zahns befindet sich das Zahnmark, die Pulpa. Sie enthält Blutgefäße, die den Zahn mit Nährstoffen versorgen, und Nervenfasern, die Schmerzsignale weiterleiten. Der sichtbare Teil des Zahns oberhalb des Zahnfleischs heißt Zahnkrone, der im Kiefer verankerte Teil Zahnwurzel. Das Zahnfleisch umschließt den Übergang zwischen beiden und schützt den darunterliegenden Kieferknochen.

Fünf Schichten schützen und versorgen einen Zahn – nur der Zahnschmelz ist von außen sichtbar.
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Zahntypen und ihre Aufgaben

Nicht alle Zähne im Mund sehen gleich aus, weil sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Vorn im Mund sitzen die Schneidezähne mit einer scharfen, geraden Kante. Mit ihnen beißt du zum Beispiel von einem Apfel oder einer Scheibe Brot ab. Direkt daneben stehen die spitzen Eckzähne, die zusätzlich beim Festhalten und Durchtrennen fester Nahrung helfen.

Weiter hinten im Mund folgen die vorderen Backenzähne und die großen Backenzähne, auch Mahlzähne genannt. Ihre breite, höckerige Kaufläche ist ideal, um Nahrung zwischen Ober- und Unterkiefer zu zerkleinern und zu zermahlen. Erst durch diese mechanische Zerkleinerung kann die im Mund beginnende Verdauung wirksam ablaufen, weil die Verdauungssäfte im Magen und Darm eine größere Oberfläche der Nahrung angreifen können.

Im vollständigen Dauergebiss eines Erwachsenen kommen alle vier Zahntypen mehrfach vor: acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht vordere Backenzähne und zwölf große Backenzähne einschließlich der Weisheitszähne, macht zusammen 32 Zähne. Nicht bei jedem Menschen brechen jedoch alle Weisheitszähne vollständig durch, manche bleiben im Kiefer verborgen oder müssen aus Platzgründen entfernt werden.

ZahntypAnzahlHauptaufgabe
Schneidezähne8Abbeißen
Eckzähne4Festhalten, Durchtrennen
Vordere Backenzähne8Zerkleinern
Backenzähne (Mahlzähne)12Zermahlen
Zahntypen im Dauergebiss (Ober- und Unterkiefer zusammen)
Im vollständigen Dauergebiss sind Backenzähne mit 12 Stück die größte Gruppe.
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Milchgebiss oder Dauergebiss?

Jeder Mensch bekommt im Laufe seines Lebens zwei Zahngenerationen. Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen und bricht ab etwa dem sechsten Lebensmonat durch, mit etwa drei Jahren ist es meist vollständig. Milchzähne sind kleiner und haben dünneren Zahnschmelz als spätere bleibende Zähne, deshalb sind sie anfälliger für Karies.

Ab etwa dem sechsten Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel: Die Milchzähne fallen nach und nach aus, und darunter wachsen die bleibenden Zähne des Dauergebisses nach. Dieses besteht aus bis zu 32 Zähnen, weil zusätzlich hintere Backenzähne und Weisheitszähne hinzukommen, für die im Milchgebiss noch kein Platz und keine Notwendigkeit bestand.

Milchgebiss

Erste Zahngeneration, vom Säuglingsalter bis zum Beginn des Zahnwechsels.

Beispiele

  • erster Milchzahn bricht meist um den sechsten Monat durch
  • vollständiges Milchgebiss mit etwa drei Jahren
  • kein Ersatz für Backenzähne des Dauergebisses

Signalwörter

  • 20 Zähne insgesamt
  • dünnerer Zahnschmelz
  • kleinere Zahnkronen

Dauergebiss

Zweite, bleibende Zahngeneration ab dem Zahnwechsel im Grundschulalter.

Beispiele

  • Zahnwechsel beginnt meist um das sechste Lebensjahr
  • Weisheitszähne brechen oft erst nach dem 18. Lebensjahr durch
  • muss ein Leben lang halten

Signalwörter

  • bis zu 32 Zähne insgesamt
  • dickerer, härterer Zahnschmelz
  • zusätzliche Backenzähne und Weisheitszähne
Das Milchgebiss mit 20 Zähnen wird ab etwa sechs Jahren nach und nach durch das Dauergebiss mit bis zu 32 Zähnen ersetzt.
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Warum tut ein kariöser Zahn irgendwann weh?

Ein kleines Loch im Zahnschmelz eines Backenzahns wird über Monate nicht behandelt. Erkläre, warum der Zahn zuerst kaum, später aber stark schmerzt.

Gegeben:

  • Zahnschmelz enthält keine Nerven
  • Zahnbein enthält feine Reizkanälchen
  • Zahnmark enthält Blutgefäße und Nerven

Gesucht:

Grund für zunehmenden Schmerz bei fortschreitender Karies

Lösung:

  1. Solange sich das Loch nur im Zahnschmelz befindet, spürt man kaum etwas, weil dort keine Nerven liegen.
  2. Erreicht die Karies das darunterliegende Zahnbein, werden über die feinen Kanälchen erste Reize wie Kälte oder Süßes als Ziehen wahrgenommen.
  3. Breitet sich die Karies weiter aus und erreicht das Zahnmark, werden dort die empfindlichen Nerven direkt gereizt oder entzündet.
  4. Eine Entzündung im Zahnmark verursacht starke, oft pochende Schmerzen, weil das Gewebe in der engen Zahnhöhle kaum anschwellen kann.

Der Schmerz nimmt zu, je tiefer die Karies in Richtung Zahnmark vordringt, weil erst dort die schmerzempfindlichen Nerven direkt betroffen sind.

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Wie Karies entsteht

Karies entsteht, wenn Bakterien im Mund Zucker aus der Nahrung zu Säuren umbauen. Diese Bakterien leben in einem klebrigen Belag auf den Zähnen, dem Zahnbelag oder Plaque. Die entstehenden Säuren greifen den Zahnschmelz an und lösen nach und nach Mineralstoffe daraus heraus, ein Vorgang, den man Demineralisierung nennt. Wird der Zahnschmelz dadurch dauerhaft geschwächt, entsteht ein Loch, das sich immer weiter vertiefen kann.

Speichel kann kleine Schäden am Zahnschmelz teilweise wieder ausgleichen, indem er Mineralstoffe zurück in den Zahn einlagert. Isst oder trinkst du aber sehr häufig Zucker- oder säurehaltige Lebensmittel, bleibt dem Speichel zu wenig Zeit zur Erholung, und die Säureangriffe überwiegen. Fluorid in Zahnpasta unterstützt diesen Reparaturvorgang zusätzlich und macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger.

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Zähne richtig pflegen

Regelmäßiges und gründliches Zähneputzen entfernt Zahnbelag, bevor die Bakterien darin viel Säure produzieren können. Empfohlen wird, mindestens zweimal täglich für rund zwei Minuten zu putzen, dabei alle Zahnflächen zu erreichen und auch die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten zu reinigen, da eine normale Zahnbürste dort kaum hinkommt.

Ergänzend hilft eine zuckerarme Ernährung, weniger Angriffsfläche für Karies zu bieten, und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt erkennen Schäden frühzeitig, oft bevor sie schmerzen. Ein häufiger Fehler ist zu festes Putzen mit harten Borsten, das langfristig das Zahnfleisch zurückdrängen und den empfindlichen Zahnhals freilegen kann.

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Jetzt bist du dran!

Aufgabe 1 von 3

Wie heißt die äußere, härteste Schicht eines Zahns?

Wie heißt die äußere, härteste Schicht eines Zahns?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Zahn besteht von außen nach innen aus Zahnschmelz, Zahnbein und Zahnmark.
  • Schneidezähne beißen ab, Eckzähne halten fest, Backenzähne zermahlen die Nahrung.
  • Das Milchgebiss hat 20, das Dauergebiss bis zu 32 Zähne.
  • Karies entsteht, wenn Bakterien im Zahnbelag Zucker zu Säure umbauen und den Zahnschmelz angreifen.
  • Regelmäßiges Putzen, Zahnseide, zuckerarme Ernährung und Kontrolltermine schützen die Zähne.
  • Typischer Fehler: zu glauben, ein schmerzfreier Zahn sei automatisch gesund.

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Häufige Fragen zu Zähne

Wie ist ein Zahn aufgebaut?
Ein Zahn besteht von außen nach innen aus Zahnschmelz, Zahnbein und Zahnmark. Der Zahnschmelz ist das härteste Material im Körper und schützt den Zahn außen. Darunter liegt das Zahnbein mit feinen Reizkanälchen, im Inneren befindet sich das Zahnmark mit Blutgefäßen und Nerven, das den Zahn versorgt und Schmerz meldet.
Wie viele Zähne hat ein Mensch?
Kinder haben zunächst ein Milchgebiss mit 20 Zähnen. Ab etwa dem sechsten Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel, und mit der Zeit entsteht das Dauergebiss mit bis zu 32 Zähnen, sofern alle vier Weisheitszähne durchbrechen.
Was ist der Unterschied zwischen Milchzähnen und bleibenden Zähnen?
Milchzähne sind kleiner, haben dünneren Zahnschmelz und bilden mit 20 Zähnen die erste Zahngeneration. Bleibende Zähne des Dauergebisses sind größer, haben dickeren Zahnschmelz und umfassen zusätzlich hintere Backenzähne und Weisheitszähne, für die im Milchgebiss noch kein Platz bestand.
Wie entsteht Karies?
Bakterien im Zahnbelag wandeln Zucker aus der Nahrung in Säuren um. Diese Säuren lösen Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz heraus, ein Vorgang, der Demineralisierung heißt. Wird der Zahnschmelz dadurch dauerhaft geschwächt, entsteht ein kariöses Loch, das sich ohne Behandlung immer weiter vertiefen kann.
Welche Aufgaben haben die verschiedenen Zahntypen?
Schneidezähne beißen mit ihrer scharfen Kante Nahrung ab, Eckzähne halten sie zusätzlich fest und durchtrennen sie. Vordere und große Backenzähne besitzen breite, höckerige Kauflächen und zerkleinern beziehungsweise zermahlen die Nahrung, bevor sie geschluckt wird.
Warum tut ein kariöser Zahn manchmal erst spät weh?
Der äußere Zahnschmelz enthält keine Nerven, deshalb schmerzt ein kleines Loch dort zunächst kaum. Erst wenn die Karies das darunterliegende Zahnbein mit seinen Reizkanälchen oder das nervenreiche Zahnmark erreicht, treten spürbare bis starke Schmerzen auf.
Wie oft und wie lange sollte man Zähne putzen?
Empfohlen wird, mindestens zweimal täglich für rund zwei Minuten die Zähne zu putzen und dabei Kauflächen, Außenflächen und Innenflächen jedes Zahns zu erreichen. Zahnzwischenräume sollten zusätzlich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten gereinigt werden, da eine Zahnbürste sie nicht vollständig erreicht.
Wann brechen Weisheitszähne durch?
Weisheitszähne sind die letzten Backenzähne im Dauergebiss und brechen meist erst nach dem 18. Lebensjahr durch, bei manchen Menschen auch deutlich später oder gar nicht vollständig. Wegen Platzmangels im Kiefer müssen sie bei vielen Menschen später zahnärztlich entfernt werden.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

Das kommt als Nächstes