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Die Haut

Die Haut ist mit rund zwei Quadratmetern das größte Organ deines Körpers. In dieser Lektion lernst du ihre drei Schichten kennen, verstehst ihre wichtigsten Aufgaben und erfährst, wie sie dich vor Krankheitserregern und UV-Strahlung schützt. Dazu kommen typische Fehler aus Klassenarbeiten und was beim Schwitzen und beim Sonnenbrand in der Haut passiert.

  • Fach: Biologie
  • Klasse 6
  • Thema: Der menschliche Körper
  • Dauer: 20 Min
  • Niveau: Einfach
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Die drei Hautschichten

Die Haut besteht aus drei Schichten, die von außen nach innen aufeinander liegen. Ganz außen liegt die Oberhaut, auch Epidermis genannt. Sie besteht aus vielen Zellschichten, wobei die äußersten Zellen bereits abgestorben und verhornt sind. Diese Hornschicht schützt vor Austrocknung und kleinen Verletzungen und wird ständig erneuert – etwa alle vier Wochen hat sich die gesamte Oberhaut einmal komplett ausgetauscht.

Darunter liegt die Lederhaut, die Dermis. Hier findest du ein dichtes Netz aus Blutgefäßen, Nervenenden und den Wurzeln der Haare. Auch die Schweißdrüsen und die Talgdrüsen liegen in der Lederhaut. Die Nervenenden machen die Haut zum wichtigsten Sinnesorgan für Berührung, Druck, Wärme, Kälte und Schmerz – ohne sie würdest du eine heiße Herdplatte nicht rechtzeitig spüren.

Ganz innen liegt die Unterhaut, die Subcutis. Sie besteht vor allem aus Fett- und Bindegewebe und verbindet die Haut mit den darunterliegenden Muskeln und Knochen. Das Fettgewebe dämmt die Wärme, polstert Stöße ab und dient als Energiespeicher. Wie dick die Unterhaut ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und je nach Körperstelle deutlich.

Drei Schichten, drei Aufgaben: Oberhaut schützt, Lederhaut fühlt, Unterhaut dämmt und polstert.
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Die Aufgaben der Haut

Die Haut hat viele Aufgaben gleichzeitig, deshalb spricht man von einem vielseitigen Organ. Am wichtigsten ist wohl der Schutz: Die Hornschicht der Oberhaut hält Krankheitserreger, Schmutz und Wasser ab, und die Pigmentzellen bilden bei Sonneneinstrahlung den Farbstoff Melanin, der wie ein natürlicher Filter einen Teil der schädlichen UV-Strahlung abfängt.

Gleichzeitig ist die Haut das größte Sinnesorgan des Körpers. In der Lederhaut sitzen unterschiedliche Rezeptoren, die auf Druck, Berührung, Vibration, Temperatur oder Schmerz reagieren und Signale ans Gehirn weiterleiten. So merkst du sofort, wenn du etwas Spitzes berührst, noch bevor du bewusst hinsiehst.

Außerdem regelt die Haut deine Körpertemperatur mit und scheidet über den Schweiß Wasser, Salze und kleine Mengen Stoffwechselprodukte aus. Ein weiterer wichtiger Punkt: Unter Einwirkung von Sonnenlicht bildet die Haut Vitamin D, das der Körper für den Knochenaufbau braucht. Wer sich nie im Freien aufhält, kann deshalb einen Mangel entwickeln.

AufgabeWie sie erfüllt wird
SchutzHornschicht wehrt Erreger ab, Melanin filtert UV-Strahlung
SinnesorganRezeptoren in der Lederhaut für Druck, Temperatur, Schmerz
TemperaturregelungSchwitzen kühlt, enge oder weite Blutgefäße steuern Wärmeabgabe
AusscheidungWasser, Salze und Stoffwechselprodukte über den Schweiß
Vitamin-D-Bildungentsteht in der Haut unter Sonnenlichteinwirkung
Die wichtigsten Aufgaben der Haut im Überblick
Die Haut ist gleichzeitig Schutzschild, Sinnesorgan, Klimaanlage und Ausscheidungsorgan.
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Warum spürst du an den Fingerspitzen mehr als am Rücken?

An den Fingerspitzen kannst du feinste Unterschiede ertasten, am Rücken merkst du eine leichte Berührung dagegen kaum. Erkläre den Unterschied mithilfe des Aufbaus der Haut.

Gegeben:

  • Fingerspitzen enthalten sehr viele Druck- und Berührungsrezeptoren auf kleiner Fläche
  • Der Rücken enthält auf derselben Fläche deutlich weniger Rezeptoren
  • Rezeptoren sitzen in der Lederhaut und leiten Reize ans Gehirn weiter

Gesucht:

Grund für den Unterschied in der Feinheit des Tastsinns

Lösung:

  1. Je mehr Rezeptoren auf einer bestimmten Hautfläche sitzen, desto genauer kann diese Stelle unterscheiden, wo genau und wie stark ein Reiz auftrifft.
  2. An den Fingerspitzen liegen die Rezeptoren extrem dicht beieinander, weil wir sie zum feinen Ertasten von Gegenständen brauchen.
  3. Am Rücken ist die Rezeptorendichte viel geringer, da dort kein feines Tasten nötig ist.
  4. Deshalb kannst du an den Fingerspitzen zwei eng benachbarte Berührungspunkte noch unterscheiden, am Rücken verschmelzen sie zu einem einzigen Gefühl.

Die Fingerspitzen sind empfindlicher, weil dort viel mehr Tastrezeptoren pro Fläche sitzen als am Rücken – nicht weil die Haut dort dünner oder anders aufgebaut wäre.

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Wie die Haut die Körpertemperatur regelt

Der Körper hält seine Temperatur normalerweise bei etwa 37 Grad Celsius. Wird es zu warm, weiten sich die feinen Blutgefäße in der Lederhaut, mehr warmes Blut fließt nah an die Hautoberfläche und gibt Wärme an die Umgebung ab – deshalb wirst du bei Hitze oder Anstrengung oft rot im Gesicht. Reicht das nicht aus, beginnst du zu schwitzen: Der Schweiß verdunstet auf der Haut und entzieht ihr dabei Wärme, das kühlt zusätzlich.

Wird es dagegen kalt, ziehen sich die Blutgefäße in der Haut zusammen, damit weniger Wärme nach außen verloren geht – die Haut wird blass und fühlt sich kühl an. Zusätzlich können sich die winzigen Muskeln an den Haarwurzeln zusammenziehen und die Haare aufstellen, das kennst du als Gänsehaut. Bei Tieren mit dichtem Fell hält das eine wärmende Luftschicht fest, beim Menschen ist dieser Effekt nur noch ein Überbleibsel aus der Stammesgeschichte.

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Sonne, Melanin und Sonnenbrand

UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht regt in der Oberhaut spezielle Zellen an, mehr Melanin zu bilden, den braunen Hautfarbstoff. Melanin nimmt einen Teil der UV-Strahlung auf und schützt so tiefere Hautschichten – die Bräunung ist also eine Schutzreaktion der Haut, kein reiner Schönheitseffekt. Wie viel Melanin gebildet wird und wie schnell, ist genetisch unterschiedlich und bestimmt den natürlichen Hauttyp eines Menschen.

Trifft zu viel UV-Strahlung auf einmal auf die Haut, reicht der Schutz durch Melanin nicht mehr aus. Zellen in der Oberhaut werden geschädigt, es kommt zu einer Entzündungsreaktion mit Rötung, Hitzegefühl und manchmal Blasenbildung – dem Sonnenbrand. Wiederholte Sonnenbrände, besonders im Kindesalter, erhöhen nachweislich das Risiko für Hautkrebs im späteren Leben deutlich.

MerkmalGesunde BräunungSonnenbrand
Ursachemäßige, dosierte UV-Strahlungzu intensive oder zu lange UV-Strahlung
Reaktion der Hautmehr Melanin wird gebildetZellschäden, Entzündung
Aussehengleichmäßige BräunungRötung, Schwellung, evtl. Blasen
Langzeitrisikogering bei Maßerhöhtes Hautkrebsrisiko bei Wiederholung
Gesunde Hautreaktion und Sonnenbrand im Vergleich
Bräunung ist eine Schutzreaktion der Haut – Sonnenbrand bedeutet dagegen bereits geschädigte Zellen.
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Jetzt bist du dran!

Aufgabe 1 von 3

Welche Reihenfolge der Hautschichten ist von außen nach innen richtig?

Welche Reihenfolge der Hautschichten ist von außen nach innen richtig?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Haut besteht aus drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut, Unterhaut – von außen nach innen.
  • Die Oberhaut schützt und erneuert sich ständig, die Lederhaut enthält Nerven, Blutgefäße und Drüsen, die Unterhaut dämmt und speichert Energie.
  • Die Haut ist gleichzeitig Schutzorgan, Sinnesorgan, Temperaturregler und Ausscheidungsorgan.
  • Melanin schützt die Haut vor UV-Strahlung, ein Sonnenbrand ist eine echte Zellschädigung.
  • Typischer Fehler: die Haut nur als schützende Hülle zu sehen, statt als aktives Organ mit vielen Aufgaben.

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Häufige Fragen zu Die Haut

Aus welchen Schichten besteht die Haut?
Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut ganz außen, die schützt und sich ständig erneuert, der Lederhaut darunter mit Blutgefäßen, Nervenenden und Drüsen, und der Unterhaut ganz innen aus Fett- und Bindegewebe. Jede Schicht hat eigene Aufgaben, die zusammen die Funktion der Haut ausmachen.
Was sind die wichtigsten Aufgaben der Haut?
Die Haut schützt vor Krankheitserregern, Austrocknung und UV-Strahlung, sie ist unser größtes Sinnesorgan für Druck, Berührung und Temperatur, sie hilft bei der Regelung der Körpertemperatur durch Schwitzen, sie scheidet Stoffe über den Schweiß aus, und sie bildet unter Sonnenlicht Vitamin D für den Knochenaufbau.
Warum wird man beim Sonnenbaden braun?
UV-Strahlung regt Zellen in der Oberhaut an, mehr Melanin zu bilden, den braunen Hautfarbstoff. Melanin nimmt einen Teil der schädlichen UV-Strahlung auf und schützt so tiefere Hautschichten. Die Bräunung ist also eine Schutzreaktion des Körpers und kein reiner Schönheitseffekt.
Was passiert bei einem Sonnenbrand in der Haut?
Bei einem Sonnenbrand reicht der Schutz durch Melanin nicht mehr aus, und UV-Strahlung schädigt Zellen in der Oberhaut. Der Körper reagiert mit einer Entzündung: Die Haut rötet sich, fühlt sich heiß an und kann Blasen bilden. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Risiko für Hautkrebs deutlich.
Warum schwitzt man bei Hitze oder beim Sport?
Schwitzen ist ein Mechanismus zur Temperaturregelung. Verdunstet der Schweiß auf der Haut, entzieht er ihr dabei Wärme, wodurch der Körper abkühlt. Zusätzlich weiten sich die Blutgefäße in der Haut, sodass mehr warmes Blut nah an die Oberfläche gelangt und Wärme abgeben kann.
Wie dick ist die menschliche Haut?
Die Dicke der Haut variiert stark je nach Körperstelle, meist zwischen 0,5 und 4 Millimetern für Oberhaut und Lederhaut zusammen. An den Fußsohlen und Handflächen ist sie am dicksten, an den Augenlidern am dünnsten. Die Dicke der Unterhaut mit dem Fettgewebe ist von Mensch zu Mensch noch unterschiedlicher.
Warum ist die Haut das größte Organ des Menschen?
Bei einem erwachsenen Menschen bedeckt die Haut eine Fläche von etwa 1,5 bis 2 Quadratmetern und wiegt zusammen mit dem Unterhautfettgewebe mehrere Kilogramm. Damit ist sie flächen- und gewichtsmäßig größer als jedes andere Organ, etwa die Leber oder die Lunge.
In welcher Klasse lernt man den Aufbau der Haut?
Die Haut ist in den meisten Bundesländern ein Thema der 6. Klasse im Biologieunterricht, oft im Zusammenhang mit den Sinnesorganen und dem Körperbau des Menschen. Der genaue Zeitpunkt kann je nach Lehrplan des Bundeslandes leicht variieren.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

Das kommt als Nächstes