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Dichte berechnen

In dieser Lektion lernst du, was die Dichte eines Stoffes aussagt und wie du sie aus Masse und Volumen berechnest. Du übst das Umstellen der Formel, lernst eine zweite Messmethode über die Verdrängung kennen und erfährst, warum ein Kilogramm Styropor viel mehr Platz braucht als ein Kilogramm Eisen.

  • Fach: Physik
  • Klasse 7
  • Thema: Mechanik
  • Dauer: 18 Min
  • Niveau: Mittel
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Was bedeutet Dichte?

Die Frage „Was ist schwerer, Eisen oder Holz?“ ist so nicht beantwortbar. Ein Holzbalken ist schwerer als ein Eisennagel. Sinnvoll wird die Frage erst, wenn du gleiche Volumen vergleichst: Ein Liter Eisen ist deutlich schwerer als ein Liter Holz. Genau das beschreibt die Dichte – sie gibt an, wie viel Masse in einem bestimmten Volumen steckt.

Die Dichte ist eine Stoffeigenschaft. Jeder Stoff hat seinen eigenen Wert, und der hängt nicht davon ab, wie groß das Stück ist. Ein kleiner Eisennagel und eine schwere Eisenstange haben dieselbe Dichte, nur unterschiedliche Massen und Volumen. Deshalb kannst du über die Dichte herausfinden, aus welchem Material ein unbekannter Körper besteht: Du bestimmst Masse und Volumen und vergleichst den Quotienten mit einer Tabelle.

Wasser hat eine Dichte von rund 1 g/cm³, Eisen etwa 7,9 g/cm³, Blei 11,3 g/cm³, Gold sogar 19,3 g/cm³ und Styropor nur etwa 0,02 g/cm³. Diese Werte begegnen dir überall im Alltag: Warum ein Schiff aus Stahl schwimmt, warum eine Aludose leichter wirkt als ein gleich großer Stein, warum ein Heliumballon nach oben steigt. Immer steckt dieselbe Idee dahinter: Masse pro Volumen.

Zwischen Styropor und Gold liegt fast der tausendfache Unterschied in der Dichte – bei gleichem Volumen.
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Die Dichteformel

Die Dichte ist der Quotient aus Masse und Volumen. Aus dieser einen Gleichung kannst du alle drei Größen bestimmen, wenn du zwei davon kennst: Stellst du nach der Masse um, erhältst du m = ρ · V. Stellst du nach dem Volumen um, erhältst du V = m/ρ.

Wie du umstellst, merkst du dir am besten mit dem sogenannten Formeldreieck: Oben steht m, unten links ρ, unten rechts V. Deckst du die gesuchte Größe ab, zeigen die verbleibenden zwei Buchstaben, ob du multiplizieren oder dividieren musst. Deckst du m ab, bleibt ρ · V stehen, also m = ρ · V. Deckst du ρ ab, bleibt m über V, also ρ = m/V.

Übliche Einheiten sind g/cm³ und kg/m³. Achte darauf, dass Masse und Volumen zueinander passen: Gramm zu Kubikzentimeter, Kilogramm zu Kubikmeter. Mischst du die Einheiten, kommt ein völlig falscher Zahlenwert heraus, auch wenn der Rechenweg richtig war.

ρmV
ρ
Dichte (in g/cm³ oder kg/m³)
m
Masse (in Gramm oder Kilogramm)
V
Volumen (in cm³ oder m³)
StoffDichte in g/cm³Dichte in kg/m³
Styropor0,0220
Wasser1,01000
Aluminium2,72700
Eisen7,97900
Blei11,311300
Gold19,319300
Dichte einiger Stoffe in beiden gebräuchlichen Einheiten
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Schwimmt es oder sinkt es?

Ob ein Körper in Wasser schwimmt oder sinkt, hängt allein vom Vergleich der Dichten ab, nicht von der Masse allein. Ein riesiger Baumstamm schwimmt, eine winzige Büroklammer sinkt – entscheidend ist, wie viel Masse pro Kubikzentimeter im jeweiligen Stoff steckt.

Ist die Dichte des Körpers kleiner als die Dichte von Wasser (1 g/cm³), schwimmt er. Ist sie größer, sinkt er. Sind beide Dichten fast gleich, schwebt der Körper mitten im Wasser, weder ganz oben noch ganz unten – das nutzen zum Beispiel Taucher mit ihrer Tarierweste aus.

Dichte kleiner als Wasser

Der Körper schwimmt an der Oberfläche, weil er im Vergleich zu seinem Volumen zu leicht ist.

Beispiele

  • Holz (etwa 0,3 bis 0,9 g/cm³) treibt auf einem See
  • Öl (etwa 0,9 g/cm³) bildet einen Film auf Wasser
  • Eis (etwa 0,92 g/cm³) schwimmt als Eiswürfel im Glas

Signalwörter

  • Dichte unter 1,0 g/cm³
  • Körper ragt zum Teil aus dem Wasser heraus
  • typisch für viele Holzarten, Öle und Kunststoffe

Dichte größer als Wasser

Der Körper sinkt zu Boden, weil im gleichen Volumen mehr Masse steckt als im Wasser.

Beispiele

  • ein Eisennagel (7,9 g/cm³) sinkt sofort
  • eine Blei-Angelperle (11,3 g/cm³) zieht die Schnur nach unten
  • eine massive Goldmünze (19,3 g/cm³) sinkt schnell

Signalwörter

  • Dichte über 1,0 g/cm³
  • Körper geht ganz unter
  • typisch für die meisten Metalle und Gesteine
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Beispiel 1: Dichte durch Wiegen und Messen

Ein Metallwürfel hat eine Masse von 237 g und ein Volumen von 30 cm³. Aus welchem Material besteht er vermutlich?

Gegeben:

  • m237 g
  • V30 cm³

Gesucht:

ρ

Lösung:

  1. ρmV
  2. ρ237 g30 cm³
  3. ρ7,9 g/cm³

Die Dichte beträgt 7,9 g/cm³. Das ist der Tabellenwert von Eisen, der Würfel besteht also wahrscheinlich aus Eisen.

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Beispiel 2: Volumen eines unregelmäßigen Körpers per Verdrängung

Ein unregelmäßig geformter Stein wiegt 156 g. Ein Messzylinder ist bis zur 200-ml-Marke mit Wasser gefüllt. Nach dem Eintauchen des Steins steigt der Wasserspiegel auf 260 ml. Wie groß ist die Dichte des Steins?

Gegeben:

  • m156 g
  • V1200 ml (Wasserstand vorher)
  • V2260 ml (Wasserstand nachher)

Gesucht:

ρ

Lösung:

  1. Bei unregelmäßigen Körpern lässt sich das Volumen nicht direkt messen, deshalb wird es über die verdrängte Wassermenge bestimmt.
  2. VV2 - V1260 ml - 200 ml60 ml. Da 1 ml genau 1 cm³ entspricht, ist V60 cm³.
  3. ρmV156 g60 cm³
  4. ρ2,6 g/cm³

Die Dichte des Steins beträgt 2,6 g/cm³. Das liegt in der Größenordnung vieler Gesteinsarten wie Granit. Die Verdrängungsmethode funktioniert bei jedem Körper, der sich nicht in Wasser löst und ganz untertaucht.

So bestimmst du die Dichte eines unbekannten Körpers, auch wenn er unregelmäßig geformt ist.
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Typische Fehler

Der häufigste Fehler bei der Dichte betrifft die Einheiten. 1 g/cm³ entspricht 1000 kg/m³, nicht demselben Zahlenwert in einer anderen Einheit. Wer die Masse in Gramm und das Volumen in Kubikmetern einsetzt, ohne umzurechnen, liegt um den Faktor eine Million daneben. Schreibe die Einheiten deshalb in jedem Rechenschritt mit und rechne zuerst alles in ein Einheitensystem um, bevor du teilst.

Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von Kubikzentimetern und Kubikmetern. 1 m³ sind 1.000.000 cm³, nicht nur 100 cm³ wie bei der Länge. Das liegt daran, dass beim Volumen alle drei Raumrichtungen mit dem Faktor 100 umgerechnet werden: 100 · 100 · 100 = 1.000.000. Diese Verwechslung führt zu Ergebnissen, die um mehrere Zehnerpotenzen falsch sind, obwohl die Formel richtig angewendet wurde.

Ein dritter Fehler ist, Masse und Gewichtskraft zu verwechseln. Die Masse wird in Gramm oder Kilogramm angegeben und bleibt überall im Universum gleich. Die Gewichtskraft dagegen wird in Newton gemessen und hängt vom Ort ab, an dem gewogen wird. In die Dichteformel gehört immer die Masse, niemals eine Kraft in Newton.

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Alltagsbezug: Dichte erkennen und nutzen

Öl schwimmt auf Wasser, weil die meisten Speiseöle eine Dichte von etwa 0,9 g/cm³ haben, also weniger als Wasser mit 1,0 g/cm³. Deshalb setzt sich bei einem Salatdressing das Öl nach kurzer Zeit wieder oben ab, egal wie stark man geschüttelt hat. Aus demselben Grund bilden auslaufendes Öl und Wasser bei einer Ölpest einen Film auf der Meeresoberfläche, statt sich zu vermischen.

Eisberge schwimmen aus einem ähnlichen Grund, allerdings mit einem kleineren Unterschied: Eis hat eine Dichte von etwa 0,92 g/cm³, Meerwasser durch den Salzgehalt sogar etwas mehr als reines Wasser. Deshalb ragt nur ein kleiner Teil eines Eisbergs aus dem Wasser – der weitaus größere Teil liegt unsichtbar unter der Oberfläche. Ein Heliumballon steigt nach oben, weil Helium mit rund 0,00018 g/cm³ eine viel kleinere Dichte hat als die umgebende Luft mit etwa 0,0012 g/cm³.

Auch Goldschmiede und Prüflabore nutzen die Dichte zur Echtheitsprüfung. Reines Gold hat eine sehr genaue Dichte von 19,3 g/cm³. Wiegt man einen Ring und bestimmt sein Volumen über die Verdrängung, lässt sich rechnerisch prüfen, ob es sich um echtes Gold handelt oder um ein Metall mit geringerer Dichte, das nur vergoldet wurde. Diese Methode geht auf den griechischen Gelehrten Archimedes zurück, der so angeblich eine gefälschte Krone entlarvte.

Die wichtigsten Regeln zur Dichte auf einen Blick, ideal zum Wiederholen vor der Klassenarbeit.
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Jetzt bist du dran

Aufgabe 1 von 3

Was gibt die Dichte eines Stoffes an?

Was gibt die Dichte eines Stoffes an?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Dichte gibt an, wie viel Masse in einem Volumen steckt: ρ = m/V.
  • Sie ist eine Stoffeigenschaft und unabhängig von der Größe des Körpers.
  • Umgestellt gilt m = ρ · V und V = m/ρ, am besten gemerkt mit dem Formeldreieck.
  • Das Volumen unregelmäßiger Körper bestimmst du über die verdrängte Wassermenge.
  • Körper mit kleinerer Dichte als Wasser schwimmen, Körper mit größerer sinken.
  • Typischer Fehler: Einheiten nicht umrechnen – 1 g/cm³ sind 1000 kg/m³, und 1 m³ sind 1.000.000 cm³.

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Häufige Fragen zu Dichte berechnen

Wie berechnet man die Dichte?
Die Dichte berechnest du mit der Formel ρ = m/V, also Masse geteilt durch Volumen. Du wiegst den Körper, um die Masse in Gramm oder Kilogramm zu erhalten, und bestimmst sein Volumen in Kubikzentimetern oder Kubikmetern, etwa durch Messen oder durch Verdrängung von Wasser. Anschließend teilst du die Masse durch das Volumen und erhältst die Dichte in g/cm³ oder kg/m³.
Was ist der Unterschied zwischen Masse und Dichte?
Die Masse gibt an, wie viel Materie in einem Körper insgesamt steckt, gemessen in Gramm oder Kilogramm. Die Dichte dagegen setzt diese Masse ins Verhältnis zum Volumen und beschreibt, wie viel Masse in einem bestimmten Raum untergebracht ist. Zwei Körper aus demselben Stoff haben immer dieselbe Dichte, auch wenn ihre Massen völlig unterschiedlich groß sind.
Warum schwimmt Holz und Eisen nicht?
Holz hat eine Dichte zwischen etwa 0,3 und 0,9 g/cm³ und ist damit leichter als Wasser mit 1,0 g/cm³, deshalb schwimmt es. Eisen hat mit 7,9 g/cm³ eine fast achtmal so große Dichte wie Wasser und sinkt daher unter. Entscheidend ist immer der Vergleich der Dichten, nicht die absolute Masse des Körpers.
Wie rechnet man g/cm³ in kg/m³ um?
Um von g/cm³ in kg/m³ umzurechnen, multiplizierst du den Wert mit 1000. Aus 1 g/cm³ werden also 1000 kg/m³, aus 7,9 g/cm³ werden 7900 kg/m³. Der Faktor entsteht, weil 1 kg genau 1000 g sind und gleichzeitig 1 m³ genau 1.000.000 cm³ enthält – beides zusammen ergibt den Umrechnungsfaktor 1000.
In welcher Klasse lernt man die Dichte?
Die Dichte wird in Deutschland üblicherweise in der siebten Klasse im Physikunterricht eingeführt, teils auch schon Ende der sechsten Klasse. Sie baut auf dem Umgang mit Masse, Volumen und Einheiten aus den Grundlagen auf und ist selbst wieder Grundlage für spätere Themen wie Auftrieb und Druck in Flüssigkeiten.
Wie bestimmt man das Volumen eines unregelmäßigen Körpers?
Bei unregelmäßig geformten Körpern lässt sich das Volumen nicht mit Formeln wie bei einem Würfel berechnen. Stattdessen taucht man den Körper vollständig in einen Messzylinder mit Wasser und liest den Wasserstand vor und nach dem Eintauchen ab. Die Differenz der beiden Werte in Millilitern entspricht genau dem Volumen des Körpers in Kubikzentimetern, da 1 ml gleich 1 cm³ ist.
Warum hat Gold eine so hohe Dichte?
Gold hat mit 19,3 g/cm³ eine sehr hohe Dichte, weil seine Atome eine große Masse besitzen und im Kristallgitter sehr dicht gepackt sind. Das unterscheidet die Dichte von der bloßen Atommasse: Auch die Anordnung der Atome im Stoff spielt eine Rolle. Diese hohe, sehr genau bekannte Dichte nutzt man, um echtes Gold von billigeren, vergoldeten Nachahmungen zu unterscheiden.
Was hat die Dichte mit Schwimmen und Sinken zu tun?
Ob ein Körper in einer Flüssigkeit schwimmt oder sinkt, hängt vom Vergleich seiner Dichte mit der Dichte der Flüssigkeit ab. Ist die Dichte des Körpers kleiner, schwimmt er, ist sie größer, sinkt er. Sind beide Dichten nahezu gleich, schwebt der Körper mitten in der Flüssigkeit. Dieses Prinzip erklärst du ausführlicher in der folgenden Lektion zum Auftrieb.

Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.

Das solltest du vorher können

  • Masse und Volumen messenin Arbeit
  • Größen und Einheitenin Arbeit