Adverbien der Art und Weise
Adverbien der Art und Weise beschreiben, wie jemand etwas tut. In dieser Lektion lernst du, wie du sie aus Adjektiven bildest, welche Ausnahmen es gibt und wann du das Adjektiv statt des Adverbs brauchst.
- Fach: Englisch
- Klasse 7
- Thema: Grammatik
- Dauer: 15 Min
- Niveau: Mittel
Wie macht jemand etwas?
Im Deutschen sagst du „Er ist langsam“ und „Er fährt langsam“ mit demselben Wort. Im Englischen unterscheidest du hier genau: „He is slow“ beschreibt die Person, dafür nimmst du das Adjektiv. „He drives slowly“ beschreibt die Tätigkeit, dafür nimmst du das Adverb. Adverbien der Art und Weise, adverbs of manner, beantworten also die Frage „Wie?“ und gehören zum Verb, nicht zum Nomen.
Meist bildest du das Adverb, indem du -ly an das Adjektiv hängst: quick wird zu quickly, careful zu carefully. Endet das Adjektiv auf Konsonant plus -y, wird das y zum i: happy wird zu happily, easy zu easily. Endet es auf -le, fällt das e weg und es kommt -y dazu: terrible wird zu terribly. Einige Adverbien sind unregelmäßig: good wird zu well, und fast, hard, early sowie late bleiben unverändert. Hardly ist übrigens ein eigenes Wort und bedeutet „kaum“.
Der typische Fehler ist, einfach das Adjektiv zu verwenden, weil es im Deutschen so klingt: „She sings good“ statt „She sings well“. Ein zweiter Fehler betrifft Verben wie be, look, feel, smell und taste. Nach ihnen steht das Adjektiv, weil sie einen Zustand beschreiben: „The soup tastes good“, nicht „tastes well“. Prüfe also immer, ob du eine Handlung oder einen Zustand beschreibst.
Manche Wörter sehen aus wie Adverbien, sind aber Adjektive, weil sie schon im Grundwort auf -ly enden: friendly, lovely, lonely, silly und ugly. Davon kannst du kein Adverb mit -ly bilden. Statt „He smiled friendlily“ sagst du „He smiled in a friendly way“. Umgekehrt gibt es Paare mit unterschiedlicher Bedeutung: hard heißt „hart, fleißig“, hardly heißt „kaum“. Late heißt „spät“, lately heißt „in letzter Zeit“. „She works hard“ und „She hardly works“ sagen also fast das Gegenteil.
Auch die Stellung im Satz ist wichtig. Adverbien der Art und Weise stehen im Englischen normalerweise hinter dem Verb oder, wenn es ein Objekt gibt, hinter dem Objekt: „He opened the door slowly.“ Zwischen Verb und Objekt darf das Adverb nicht stehen, „He opened slowly the door“ ist falsch. Für Klassenarbeiten hilft ein fester Ablauf: Verb suchen, fragen, ob es eine Handlung oder ein Zustand ist, dann Adjektiv oder Adverb wählen, zum Schluss die Schreibweise mit -ly, -ily oder -ly nach -le prüfen.
Weitere Beispiele zeigen die Bandbreite: „The teacher explained the topic clearly.“ „He answered politely, even though he was angry.“ „She walked slowly through the museum.“ In allen drei Sätzen beschreibt das Adverb, wie die Handlung abläuft, nicht wie die Person insgesamt ist. Vergleiche das mit „He is polite“ oder „She is slow“, wo dieselben Wortstämme als Adjektiv eine Eigenschaft der Person beschreiben.
Adjektiv oder Adverb?
Die Grundfrage lautet: Beschreibe ich eine Person oder Sache, oder beschreibe ich, wie eine Handlung abläuft?
Adjektive stehen vor Nomen oder nach Zustandsverben. Adverbien stehen meist nach dem Verb oder nach dem Objekt.
Achte besonders auf Verben, die beides sein können. Look ist in „You look happy“ ein Zustandsverb, also Adjektiv. In „She looked carefully at the picture“ ist es eine Handlung, nämlich das bewusste Hinschauen, also Adverb. Dasselbe gilt für feel und taste: „He tasted the soup carefully“ beschreibt, wie er probiert.
Adjektiv
Beschreibt ein Nomen oder steht nach einem Zustandsverb wie be, look, feel, taste.
Beispiele
- She is a careful driver.
- You look tired today.
- This cake tastes delicious.
Signalwörter
- be
- look
- feel
- taste
- smell
- seem
Adverb
Beschreibt, wie eine Handlung abläuft, und gehört zum Verb.
Beispiele
- She drives carefully.
- He answered the question correctly.
- They played well yesterday.
Signalwörter
- Wie?
- -ly
- well
- fast
- hard
| Adjektiv | Adverb | Beispielsatz |
|---|---|---|
| slow | slowly | He drives slowly. |
| happy | happily | She smiled happily. |
| good | well | He plays football well. |
| fast | fast | She runs fast. |
Vom Adjektiv zum Adverb
Ergänze mit dem Wort aus der Klammer: The children were ___ (quiet). They listened ___ (quiet).
Gegeben:
- Wort: quiet
- Satz 1: were
- Satz 2: listened
Gesucht:
Adjektiv oder AdverbLösung:
- Satz 1 hat das Zustandsverb were, es wird beschrieben, wie die Kinder sind: Adjektiv quiet.
- Satz 2 hat das Handlungsverb listened, es wird beschrieben, wie sie zuhören: Adverb.
- quiet bekommt -ly: quietly.
The children were quiet. They listened quietly.
Typische Fehler deutscher Lernender
Der häufigste Fehler ist die direkte Übersetzung aus dem Deutschen, wo Adjektiv und Adverb identisch sind: „He drives good“ oder „She sings good“ statt „He drives well“ und „She sings well“. Dieser Fehler betrifft fast immer das unregelmäßige Paar good – well, weil es keiner Regel folgt und man es sich einfach merken muss.
Ein zweiter Fehler entsteht bei Verben, die beides sein können. „He looked angry“ beschreibt seinen Zustand, „He looked angrily at me“ beschreibt eine bewusste Handlung, nämlich den wütenden Blick. Viele Lernende setzen hier automatisch das Adjektiv ein, ohne zu prüfen, ob eine Handlung gemeint ist.
Ein dritter Fehler betrifft die Wortpaare hard/hardly und late/lately, die sich in der Bedeutung stark unterscheiden. „She hardly works“ bedeutet, dass sie kaum arbeitet, das genaue Gegenteil von „She works hard“, was fleißig arbeiten bedeutet. Wer diese beiden Wörter verwechselt, kehrt die Aussage seines Satzes ins Gegenteil um.
Tipps für die Klassenarbeit
Suche im Satz zuerst das Verb und frage, ob es eine Handlung oder einen Zustand beschreibt. Verben wie be, look, feel, smell, seem und taste beschreiben in der Regel einen Zustand und verlangen das Adjektiv, alle anderen Verben meist eine Handlung und damit das Adverb. Bilde danach das Adverb Schritt für Schritt: Grundform plus -ly, bei Konsonant plus -y wird y zu i, bei -le fällt das e weg.
Präge dir die vier unregelmäßigen Formen good – well, fast, hard und early/late besonders gut ein, denn sie werden in Klassenarbeiten überdurchschnittlich oft abgefragt. Wenn du unsicher bist, ob ein Wort schon auf -ly endet und daher ein Adjektiv ist, denk an friendly, lovely, lonely und silly – von ihnen bildest du kein weiteres Adverb mit -ly, sondern musst umschreiben, etwa „in a friendly way“.
Jetzt bist du dran
Welcher Satz ist richtig?
Noch nicht. Es wird beschrieben, wie Tom spricht, also braucht es ein Adverb. Das Adverb zu good ist unregelmäßig und heißt well.
Das Wichtigste in Kürze
- Adverbien der Art und Weise beschreiben, wie eine Handlung abläuft.
- Meist Adjektiv plus -ly: slow – slowly, happy – happily, terrible – terribly.
- Unregelmäßig: good – well, fast, hard, early und late bleiben gleich.
- Nach be, look, feel, smell und taste steht das Adjektiv.
- Typischer Fehler: She sings good – richtig ist She sings well.
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Häufige Fragen zu Adverbien der Art und Weise
- Wie bildet man Adverbien im Englischen?
- Meist hängst du -ly an das Adjektiv: slow wird zu slowly, careful zu carefully. Endet das Adjektiv auf Konsonant plus -y, wird das y zum i: easy – easily. Bei Adjektiven auf -le fällt das e weg: gentle – gently. Unregelmäßig sind good – well sowie fast, hard, early und late, die gleich bleiben.
- Was ist der Unterschied zwischen Adjektiv und Adverb im Englischen?
- Das Adjektiv beschreibt ein Nomen, also eine Person oder Sache: „a careful driver“. Das Adverb beschreibt, wie eine Handlung abläuft: „She drives carefully.“ Im Deutschen sind beide Formen oft gleich, deshalb musst du im Englischen bewusst fragen, ob du jemanden oder etwas beschreibst oder eine Tätigkeit.
- Heißt es „I feel good“ oder „I feel well“?
- Beides ist richtig, aber mit unterschiedlicher Bedeutung. „I feel good“ drückt aus, dass du gut gelaunt oder zufrieden bist, denn nach feel steht als Zustandsverb das Adjektiv. „I feel well“ bedeutet, dass du gesund bist. Hier ist well ausnahmsweise ein Adjektiv mit der Bedeutung „gesund“. Falsch ist dagegen „She sings good“.
- Wo steht das Adverb im englischen Satz?
- Adverbien der Art und Weise stehen meist am Ende, hinter dem Verb oder hinter dem Objekt: „He speaks English fluently.“ Zwischen Verb und Objekt darf das Adverb nicht stehen. „He speaks fluently English“ ist ein typischer Fehler, weil man die deutsche Wortstellung überträgt. Merke dir die Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt – Adverb.
- In welcher Klasse lernt man adverbs of manner?
- Adverbien der Art und Weise stehen meist in Klasse 6 oder 7 auf dem Lehrplan, oft zusammen mit der Steigerung von Adjektiven. In Klassenarbeiten kommen typischerweise Lückentexte vor, in denen du Adjektiv oder Adverb wählen und das Adverb richtig schreiben musst. Übe deshalb gezielt die Ausnahmen well, fast und hard.
- Was ist der Unterschied zwischen hard und hardly?
- Hard bedeutet als Adverb „fleißig“ oder „hart“: „She works hard“ heißt, sie arbeitet fleißig. Hardly bedeutet dagegen „kaum“: „She hardly works“ heißt, sie arbeitet fast gar nicht. Beide Wörter sehen sich sehr ähnlich, bedeuten aber fast das Gegenteil. Achte deshalb genau darauf, welches Wort im Satz steht, bevor du ihn übersetzt.
- Warum gibt es kein Adverb von friendly?
- Friendly endet bereits auf -ly, ist aber ein Adjektiv, kein Adverb, denn es beschreibt eine Eigenschaft: „a friendly person“. Ein weiteres -ly kann man nicht anhängen, „friendlily“ gibt es nicht. Um trotzdem eine Handlungsweise zu beschreiben, verwendest du eine Umschreibung: „He smiled in a friendly way.“ Dasselbe gilt für lovely, lonely, silly und ugly.
- Steht das Adverb immer am Satzende?
- Meistens ja, adverbs of manner stehen nach dem Verb oder, falls vorhanden, nach dem Objekt: „He closed the door quietly.“ Zwischen Verb und Objekt dürfen sie nicht stehen, „He closed quietly the door“ ist falsch. In kürzeren Sätzen ohne Objekt kann das Adverb auch direkt nach dem Verb stehen: „She sings beautifully.“
Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.
Das solltest du vorher können
Das kommt als Nächstes
- Häufigkeitsadverbien
- Adverbien steigernin Arbeit