Imperative
Der imperative ist die Befehlsform des Englischen – die Form, mit der du Anweisungen gibst, Ratschläge erteilst oder etwas verbietest. In dieser Lektion lernst du, wie du ihn bildest, wie du höflicher formulierst und wie du Verbote ausdrückst.
- Fach: Englisch
- Klasse 5
- Thema: Grammatik
- Dauer: 14 Min
- Niveau: Einfach
Wofür du den imperative brauchst
Wenn du im Englischen jemandem sagst, was er tun soll, benutzt du den imperative. „Open the window“, „Sit down“, „Listen carefully“ – all diese Sätze sind Aufforderungen ohne Subjekt. Du benutzt den imperative für Anweisungen im Unterricht, für Rezepte, für Wegbeschreibungen und für Regeln, etwa auf Schildern: „Keep off the grass.“
Die Bildung ist denkbar einfach: Du nimmst die Grundform des Verbs, ohne to, ohne Subjekt und ohne Endung. Das gilt für alle Verben gleich, egal ob es sich um eine Anweisung an eine Person oder an mehrere richtet: „Come here!“ funktioniert sowohl für come here, Tom als auch für come here, everyone.
Der Imperativ hat kein eigenes Subjekt im Satz, gemeint ist aber immer you – die Person oder Gruppe, die angesprochen wird. Deshalb steht am Anfang direkt das Verb, nicht wie sonst Subjekt und dann Verb.
Ein häufiger Unterschied zum Deutschen: Im Deutschen gibt es zwei Formen, „Mach das!“ und „Macht das!“, je nachdem ob du eine oder mehrere Personen ansprichst. Im Englischen gibt es nur eine einzige Form für beide Fälle, weil there is no separate plural imperative.
Befehl oder Verbot?
Der bejahte Imperativ fordert zu etwas auf: „Close the door.“ Der verneinte Imperativ dagegen verbietet eine Handlung. Du bildest ihn mit don't plus Grundform: „Don't close the door.“
Der Fehler, den viele hier machen, ist, die Verneinung wie bei Aussagesätzen mit he oder she zu bilden. Beim Imperativ bleibt es aber immer bei don't, unabhängig davon, wer angesprochen wird, weil der Imperativ immer you meint: „Don't be late“, nicht „Doesn't be late“.
Für eine höflichere, weniger schroffe Aufforderung fügst du please hinzu, entweder am Satzanfang oder am Ende: „Please sit down“ oder „Sit down, please.“ Ohne please klingt ein Imperativ im Englischen oft strenger als im Deutschen.
Auch mit let's bildest du eine besondere Form des Imperativs, wenn du eine Aufforderung an dich selbst und andere richtest: „Let's go!“ bedeutet „Lass uns gehen“ und schließt den Sprecher mit ein, anders als der normale Imperativ, der sich nur an das Gegenüber richtet.
Bejaht (Aufforderung)
Du forderst jemanden auf, etwas zu tun.
Beispiele
- Open your books.
- Be quiet, please.
- Listen carefully.
Signalwörter
- Grundform am Satzanfang
- please
- Ausrufezeichen
Verneint (Verbot)
Du forderst jemanden auf, etwas nicht zu tun.
Beispiele
- Don't open the window.
- Don't be late.
- Don't touch that!
Signalwörter
- don't
- never
| Form | Bildung | Beispiel |
|---|---|---|
| Bejaht | Grundform | Sit down. |
| Verneint | don't + Grundform | Don't sit there. |
| Höflich | please + Grundform | Please close the door. |
| Mit let's | let's + Grundform | Let's start now. |
Anweisungen für ein Rezept bilden
Forme die Aussage in eine passende Anweisung für ein Rezept um: You cut the onion into small pieces.
Gegeben:
- Aussagesatz: You cut the onion into small pieces.
- Ziel: Anweisung im Imperativ
Gesucht:
ImperativsatzLösung:
- Streiche das Subjekt you, denn im Imperativ steht kein Subjekt.
- Das Verb bleibt in der Grundform: cut, nicht cuts.
- Der Rest des Satzes bleibt unverändert erhalten: into small pieces.
Cut the onion into small pieces. So klingen fast alle Schritte in einem Rezept, weil sie direkte Anweisungen sind.
Typische Fehler
Der häufigste Fehler ist, ein Subjekt einzufügen: „You open the door“ statt „Open the door.“ Ein echter Imperativ beginnt direkt mit dem Verb, ohne you davor.
Ein zweiter Fehler ist es, das Verb wie bei einer 3.-Person-Aussage zu behandeln: „Opens the door“ statt „Open the door.“ Der Imperativ verwendet immer die reine Grundform, unabhängig davon, wer gemeint ist.
Ein dritter Fehler ist die falsche Verneinung: „Not go there“ oder „No go there“ statt „Don't go there.“ Die Verneinung des Imperativs bildest du ausschließlich mit don't, egal wie viele Personen angesprochen werden.
Ein vierter Fehler betrifft to be: Schülerinnen und Schüler schreiben oft „Be not late“ statt „Don't be late.“ Auch bei to be gilt die Regel don't plus Grundform, hier eben don't be.
Tipps für die Klassenarbeit
Achte in Aufgaben darauf, ob eine Aufforderung, ein Verbot oder eine höfliche Bitte gefragt ist. Danach entscheidest du dich für bejahte Grundform, don't plus Grundform oder please plus Grundform.
Wenn du eine Aussage in einen Imperativ umformen sollst, streiche zuerst das Subjekt und prüfe dann, ob das Verb wieder in die Grundform zurückgesetzt werden muss.
Lerne be als Sonderfall gesondert: Der Imperativ von to be lautet be, nicht is oder are: Be careful. Don't be afraid. Das wird in Klassenarbeiten gern abgefragt, weil to be sonst so unregelmäßig ist.
Übe let's-Sätze getrennt von normalen Imperativsätzen, denn let's schließt den Sprecher mit ein: Let's go to the cinema bedeutet, dass du selbst mitkommst, während Go to the cinema nur an eine andere Person gerichtet ist.
Jetzt bist du dran
Welcher Satz ist ein korrekter Imperativ?
Noch nicht. Der Imperativ beginnt direkt mit der Grundform des Verbs, ohne Subjekt und ohne Endung: Close the window.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Imperativ ist die Befehls- und Aufforderungsform ohne eigenes Subjekt.
- Bejaht: reine Grundform des Verbs, z. B. Sit down. Be quiet.
- Verneint: don't plus Grundform, z. B. Don't be late.
- Höflicher wird die Aufforderung mit please am Satzanfang oder -ende.
- Let's plus Grundform schließt den Sprecher selbst mit ein: Let's start now.
- Typischer Fehler: ein überflüssiges you als Subjekt oder eine falsche Verneinung ohne don't.
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Häufige Fragen zu Imperative
- Was ist der imperative im Englischen?
- Der imperative ist die Befehls- und Aufforderungsform. Du benutzt ihn, um jemandem zu sagen, was er tun soll, etwa Open the door oder Sit down. Anders als sonst im Englischen steht dabei kein Subjekt im Satz, gemeint ist aber immer die angesprochene Person oder Gruppe (you).
- Wie bildet man den Imperativ im Englischen?
- Du nimmst einfach die Grundform des Verbs und stellst sie an den Satzanfang, ohne Subjekt und ohne Endung: Come here. Listen. Be quiet. Das gilt gleichermaßen, ob du eine oder mehrere Personen ansprichst, denn das Englische kennt keine eigene Pluralform des Imperativs wie das Deutsche mit mach und macht.
- Wie verneint man einen Imperativsatz?
- Die Verneinung bildest du mit don't plus Grundform: Don't touch that. Don't be afraid. Das gilt auch für to be, dessen Imperativ sonst unregelmäßig aussieht: Der verneinte Imperativ lautet trotzdem don't be, nicht isn't be oder be not.
- Wie klingt ein Imperativ höflicher?
- Mit please klingt eine Aufforderung deutlich freundlicher: Please sit down oder Sit down, please. Am Satzanfang wirkt please oft etwas dringlicher, am Satzende eher wie eine höfliche Bitte. Ganz ohne please kann ein Imperativ im Englischen streng oder unfreundlich wirken, besonders in geschriebenen Texten.
- Was bedeutet let's und wie unterscheidet es sich vom normalen Imperativ?
- Let's ist die Kurzform von let us und leitet einen Vorschlag ein, der den Sprecher selbst mit einschließt: Let's go to the park bedeutet Lass uns in den Park gehen. Ein normaler Imperativ wie Go to the park richtet sich dagegen nur an die angesprochene Person, ohne den Sprecher selbst.
- Warum steht beim Imperativ kein you im Satz?
- Das Subjekt you ist beim Imperativ immer mitgemeint, wird aber weggelassen, weil klar ist, wer angesprochen wird. Ein ausdrückliches You open the door klingt im Englischen ungewöhnlich betont oder sogar unhöflich, so als würdest du extra auf die Person zeigen. Der einfache Imperativ Open the door ist die neutrale Standardform.
- In welcher Klasse lernt man den Imperativ im Englischunterricht?
- Der Imperativ gehört zu den ersten Themen der 5. Klasse, oft direkt nach dem simple present, weil er so einfach zu bilden ist. Er wird danach immer wieder gebraucht, etwa bei Anleitungen, Rezepten und Klassenraumsprache, und bleibt über alle Klassenstufen hinweg unverändert wichtig.
- Wie sagt man auf Englisch ein Verbot auf einem Schild?
- Schilder benutzen oft die formellere Form do not statt der Kurzform don't, zum Beispiel Do not enter oder Do not feed the animals. Inhaltlich ist das derselbe verneinte Imperativ, nur in der ausgeschriebenen, etwas offizielleren Variante, wie sie auf öffentlichen Hinweisschildern üblich ist.
Wiederhol diese Fragen später mit deinem Lernkarten-Trainer.